Maskuline Singularität: Französisches New-Wave-Kino

Bewertung:   (3,3 von 5)

Maskuline Singularität: Französisches New-Wave-Kino (Kristin Ross)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Rezensionen zu 'Masculine Singular: French New Wave Cinema“ von Geneviève Sellier gehen die Meinungen auseinander: Einige kritisieren das Buch für seine vermeintlich reduktionistischen Argumente, andere loben es für seinen kritischen Einblick in die Darstellung von Frauen im französischen New Wave-Kino. Das Buch wird für seine nuancierte Analyse anerkannt, die im Gegensatz zu den traditionellen feierlichen Erzählungen über diese Filmperiode steht.

Vorteile:

Das Buch bietet eine scharfsinnige Kritik der französischen New-Wave-Filme und präsentiert eine gut recherchierte und nuancierte Perspektive. Es stellt die typisch hagiografische Sicht auf die Epoche in Frage und bietet ausgewogene Bewertungen sowohl der revolutionären Aspekte des Stils als auch des regressiven Inhalts einiger ikonischer Filme. Rezensenten schätzen den Beitrag zur Filmwissenschaft und die alternative Interpretation dieser bedeutenden Periode des Kinos.

Nachteile:

Einige Leser empfinden Selliers Argumente als reduktionistisch und übermäßig kritisch, da es ihnen an Tiefe und Zielsetzung mangelt. Einige Rezensenten sind der Meinung, dass die Analyse einseitig ist und die Komplexität der Dynamik der Epoche oder die Rolle der Frauen in den besprochenen Filmen nicht vollständig berücksichtigt.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Masculine Singular: French New Wave Cinema

Inhalt des Buches:

Masculine Singular ist eine originelle Interpretation des französischen New-Wave-Kinos durch eine der führenden feministischen Filmwissenschaftlerinnen Frankreichs. Während sich die meisten Kritiken über die New Wave auf die Filmemacher und ihre Filme konzentriert haben, konzentriert sich Genevi ve Sellier auf die sozialen und kulturellen Turbulenzen der Entstehungsjahre des Kinos, von 1957 bis 1962.

Die Filmemacher der Neuen Welle gehörten zu einer jungen Generation, die in der französischen Kulturszene auftauchte und nach sexueller und wirtschaftlicher Freiheit strebte. Fast alle von ihnen waren Männer, und sie "schrieben" in der männlichen Ich-Form, wobei sie oft männliche Protagonisten als Stellvertreter für sich selbst einsetzten. In ihren Filmen setzten sie sich mit den Beziehungen zwischen Männern und Frauen auseinander und äußerten sich ambivalent über die neue, befreite Frau.

Sellier argumentiert, dass die Beziehungen zwischen den Geschlechtern und die Konstruktion sexueller Identitäten das Hauptthema des New Wave-Kinos waren. Sellier stützt sich auf soziologische Erhebungen, Daten zu Kinokassen und populären Magazinen jener Zeit sowie auf Analysen bestimmter New-Wave-Filme.

Sie untersucht die Entwicklung der New-Wave-Bewegung, ihren soziokulturellen und wirtschaftlichen Kontext sowie die populäre und kritische Rezeption von so bekannten Filmen wie Jules et Jim und Hiroshima mon amour. Vor dem Hintergrund der Fokussierung der Filmemacher auf die Geschlechterverhältnisse reflektiert Sellier die Karrieren der ikonischen weiblichen Stars der New Wave, darunter Jeanne Moreau und Brigitte Bardot.

Selliers gründliche Untersuchung des frühen New-Wave-Kinos gipfelt in der Behauptung, dass dessen wichtigstes Vermächtnis - der Triumph einer bestimmten Art von cinephilem Diskurs und einer "Autorentheorie", die den Regisseur als Künstler anerkennt - einen hohen Preis hatte: Kreativität wurde auf ein formalistisches Spiel reduziert, und die Bestätigung der Modernität des New-Wave-Kinos ging mit einer Assoziation von Kreativität mit Männlichkeit einher.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780822341925
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2008
Seitenzahl:280

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