Bewertung:

Mott Street von Ava Chin ist ein fesselndes und gut recherchiertes Mehrgenerationen-Memoir, das die chinesisch-amerikanische Erfahrung durch die Linse ihrer Familiengeschichte erforscht, insbesondere im Kontext des Chinese Exclusion Act. Die Erzählung verbindet persönliche Geschichten mit umfassenderen historischen Erkenntnissen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der komplexen Beziehung Amerikas zu Immigration und Ethnie. Während die meisten Rezensionen das Buch für seine emotionale Tiefe und die fesselnde Erzählweise loben, kritisieren einige, dass es an einer kohärenten Charakterentwicklung und einer klaren Erzählstruktur mangelt.
Vorteile:Das Buch wird für seine akribische Recherche und seine tiefe emotionale Resonanz gelobt, da es die Geschichten der chinesischen Einwanderer und ihre Kämpfe zum Leben erweckt. Viele Leser fanden Chins Erzählung fesselnd, informativ und wichtig für das Verständnis sowohl der persönlichen als auch der amerikanischen Geschichte. Das Buch wird als Pflichtlektüre beschrieben und aufgrund des reichhaltigen Diskussionspotenzials für Buchclubs empfohlen.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird kritisiert, dass das Buch eine verwirrende Anhäufung von Namen und Ereignissen ohne ausreichende Entwicklung der Charaktere ist, was zu einem unzusammenhängenden Leseerlebnis führt. Es wird bemängelt, dass der Erzählung ein fesselnder Handlungsbogen fehlt, was es manchen Lesern schwer macht, bei der Stange zu bleiben.
(basierend auf 40 Leserbewertungen)
Mott Street: A Chinese American Family's Story of Exclusion and Homecoming
Die Gewinnerin des M. F. K. Fisher Book Prize und Cullman-Stipendiatin der New York Public Library erzählt in diesem Buch die Geschichte des Chinese Exclusion Act und schildert die epische Reise einer Familie, die in Amerika Wurzeln schlagen wollte.
Als einziges Kind einer alleinerziehenden Mutter in Queens fand Ava Chin, dass ihre Familiengeschichte von Geheimnissen umhüllt war. Sie hatte ihren Vater nie kennen gelernt, und die Geschichten ihrer Großeltern stimmten nicht mit dem überein, was sie in der Schule gelesen hatte. Mott Street zeichnet Chins Suche nach, die Geschichte ihrer chinesisch-amerikanischen Familie zu verstehen. In jahrzehntelanger, akribischer Recherche findet sie nicht nur ihren Vater, sondern auch das Gebäude, in dem Generationen beider Seiten ihrer Familie lebten.
Um das Schweigen über die Vergangenheit ihrer Familie zu brechen, musste sie sich zunächst mit dem Chinese Exclusion Act von 1882 auseinandersetzen - dem ersten Bundesgesetz, das die Einwanderung nach Rasse und Nationalität beschränkte und chinesische Einwanderer sechs Jahrzehnte lang von der Staatsbürgerschaft ausschloss. Chin zeichnet die Geschichte der Pionierfamilie nach, die aus dem Perlflussdelta auswanderte und einen Ozean überquerte, um sich im amerikanischen Westen Mitte des 19. Jahrhunderts durchzuschlagen. Sie erzählt von der mühsamen Arbeit an der transkontinentalen Eisenbahn und dem brutalen Rassismus der Grenzstädte und verfolgt dann ihren Weg nach New York City.
In New Yorks Chinatown entdeckt sie ein einzelnes Gebäude in der Mott Street, in dem so viele ihrer Vorfahren lebten, Geschäfte gründeten, Familien gründeten und neue Identitäten schufen. Sie durchbricht das Schweigen der Familie und folgt den Vorfahren, die zu Händlern, Flüchtlingen, Aktivisten und Leitern der Chinese tong wurden, und setzt zusammen, wie sie die Last der Ausgrenzungsgesetze ertrugen und ihnen widerstanden. Sie stellt fest, dass Ausgrenzung nicht nur eine politische, sondern auch eine zutiefst persönliche Angelegenheit ist.
Wunderschön geschrieben, gründlich recherchiert und mit ungeheurer Resonanz, deckt Mott Street ein Vermächtnis von Ausgrenzung und Widerstandsfähigkeit auf, das die amerikanische Erfahrung in Vergangenheit und Gegenwart anspricht.