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Bird of Paradise
Paradiesvogel (1914) ist ein Roman von Ada Leverson. Nachdem sie sich als Journalistin und Autorin von Kurzgeschichten etabliert hatte, veröffentlichte Leverson 1907 ihren Debütroman, der nur mäßigen Anklang fand.
In ihrer unterhaltsamen und mühelos witzigen Prosa zeichnet Leverson ein atemberaubendes Porträt der Edwardianischen Ära, einer Zeit, in der sich Hoffnung und relativer Frieden für viele als wohlhabend erwiesen. Leverson, die oft mit ihrem engen Freund Oscar Wilde verglichen wird, ist eine jüdische Pionierin und eine einzigartige und erfrischende Stimme in der englischen Literatur. Madeline und Bertha verbindet eine ungewöhnlich hingebungsvolle Freundschaft, die in guten wie in schlechten Zeiten an Schwesternschaft grenzt.
Bertha, die zufriedenstellend mit dem treuen - wenn auch etwas langweiligen - Percy Kellynch verheiratet ist, fungiert oft als Madelines Kupplerin und Vertraute. Madeline ist in Rupert Denison, einen liebevollen, unnahbaren jungen Mann, verliebt und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass er sie aus den Socken haut.
Zu ihrem Entsetzen lässt Rupert die Liebe jedoch langsam angehen und erweist sich bisweilen als schwer zu fassen. Enttäuscht von einer Absage in letzter Minute klagt Madeline Bertha ihren Liebeskummer, die sich einen Plan einfallen lässt. Mit Hilfe einer treuen Ex-Geliebten lädt sie Rupert und Madeline zu einem Abendessen und einer Show ein und setzt damit unwissentlich eine Geschichte von Eifersucht, Heiterkeit und verbotener Anziehung in Gang.
Paradiesvogel ist eine humorvolle Geschichte über Romantik und Begehren von Ada Leverson, einer unterschätzten Schriftstellerin der Edwardianischen Ära. Mit einem wunderschön gestalteten Einband und einem professionell gesetzten Manuskript ist diese Ausgabe von Ada Leversons Paradiesvogel ein klassisches Werk der britischen Literatur, das für moderne Leser neu interpretiert wurde.