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Rethinking Rufus: Sexual Violations of Enslaved Men
Rethinking Rufus“ ist die erste Studie über sexuelle Gewalt gegen versklavte Männer in Buchform. Wissenschaftler haben die weit verbreitete sexuelle Ausbeutung und den Missbrauch von versklavten Frauen ausführlich dokumentiert, während den Geschichten von Männern vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.
Eine sorgfältige Lektüre der vorhandenen Quellen zeigt jedoch, dass sexuelle Übergriffe auf versklavte Männer ebenfalls systematisch und in einer Vielzahl von Formen stattfanden, einschließlich körperlicher Übergriffe, sexueller Nötigung und anderer Verletzungen der Intimsphäre. Um die Geschichte von Männern wie Rufus zu erzählen - der zu einer sexuellen Vereinigung mit einer versklavten Frau, Rose, gezwungen wurde, deren Widerstand gegen diese Vereinigung weithin gefeiert wird -, befragt der Historiker Thomas A. Foster eine Reihe von Quellen zur Sklaverei: frühe amerikanische Zeitungen, Gerichtsakten, Tagebücher von Sklavenhaltern, abolitionistische Literatur, die in Autobiografien und Interviews gesammelten Aussagen ehemals versklavter Menschen sowie verschiedene Formen künstlerischer Darstellung.
Fosters nachhaltige Untersuchung, wie schwarze Männer sowohl von weißen Männern als auch von weißen Frauen sexuell vergewaltigt wurden, leistet einen wichtigen Beitrag zu unserem Verständnis von Männlichkeit, Sexualität, der Lebenserfahrung versklavter Männer und der allgemeinen Machtdynamik, die durch die Institution der Sklaverei gefördert wurde. Rethinking Rufus beleuchtet, wie die Bedingungen der Sklaverei zu einer Vielzahl von Formen sexueller Übergriffe und Ausbeutung führten, die alle Mitglieder der Gemeinschaft betrafen.