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Since Meiji: Perspectives on the Japanese Visual Arts, 1868-2000
Die Forschung außerhalb Japans über die Geschichte und Bedeutung der japanischen bildenden Kunst seit Beginn der Meiji-Zeit (1868) war, abgesehen von Schriften über moderne und zeitgenössische Farbholzschnitte, ein relativ unerforschtes Gebiet der Forschung. In den letzten Jahren hat das Thema jedoch ein breites Interesse geweckt. Wie in diesem Band deutlich wird, hat dieser Zeitraum von etwa anderthalb Jahrhunderten eine Fülle von Kunstwerken hervorgebracht, die in einer verwirrenden Anzahl von Gattungen geschaffen wurden und eine breite Palette von Zielen und Leistungen umfassen. Since Meiji ist der erste nachhaltige Versuch in englischer Sprache, eine Zeit eingehend zu erörtern, in der Japan in dem Bestreben, sich den größeren kulturellen Entwicklungen in Europa und den USA anzuschließen, eine visuelle Revolution erlebte. Diese Studie über die visuellen Künste des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts legt eine neue Geschichte der modernen japanischen Kultur nahe - eine, die bis jetzt außerhalb des Landes nicht weithin sichtbar war oder gründlich analysiert wurde.
In dieser umfangreichen Sammlung, die rund 190 Schwarzweiß- und Farbreproduktionen umfasst, untersuchen Wissenschaftler aus Japan, Europa, Australien und Amerika eine beeindruckende Bandbreite von Themen: Malerei, Skulptur, Druckgrafik, Modedesign, Kunsthandwerk und Gärten. Die besprochenen Werke reichen von den frühen Meiji-Versuchen, Kunst zu schaffen, die sich auf westliche Stile bezieht, bis hin zu den Experimenten der Nachkriegs- und zeitgenössischen Avantgarde. Darüber hinaus werden die kulturellen und intellektuellen Hintergründe untersucht, die zur Entstehung neuer und sich wandelnder Kunstformen beitrugen, darunter Aufsätze über die Erfindung eines modernen künstlerischen Vokabulars in der japanischen Sprache und die Geschichte der Kunstkritik in Japan sowie eine ausführliche Darstellung des Werdegangs und der Bedeutung der vielleicht bekanntesten japanischen Persönlichkeit, die sich mit den visuellen Künsten seiner Zeit befasste, Okakura Tenshin (1862-1913), dessen Book of Tea noch heute viel gelesen wird.
Zusammengenommen ermöglichen die Aufsätze in diesem Band den Lesern, Ideen und Bilder miteinander zu verbinden und so größere Trends in der japanischen bildenden Kunst zu erkennen, die die Vitalität, die Bandbreite und die beeindruckenden Errungenschaften, die in dieser turbulenten und lebendigen Zeit geschaffen wurden, ermöglicht haben.
Mitwirkende: Stephen Addiss, Chiaki Ajioka, John Clark, Ellen Conant, Mikiko Hirayama, Michael Marra, Jonathan Reynolds, J. Thomas Rimer, Audrey Yoshiko Seo, Eric C. Shiner, Lawrence Smith, Shuji Tanaka, Reiko Tomii, Mayu Tsuruya, Toshio Watanabe, Gennifer Weisenfeld, Bert Winther-Tamaki, Emiko Yamanashi.