Bewertung:

Die Rezensionen bieten ein gemischtes Bild von Crowleys Buch: Sie heben seine intellektuelle Tiefe und seine Relevanz für Themen wie Drogenabhängigkeit hervor, weisen aber auch auf erhebliche Qualitätsmängel bei der Bearbeitung und Formatierung hin.
Vorteile:Viele Leser schätzen die intellektuelle Tiefe und die zum Nachdenken anregenden Themen, insbesondere in Bezug auf die Überwindung der Sucht. Der poetische Schreibstil und die geschilderten Lebenserfahrungen sprechen ein breites Publikum an, auch diejenigen, die sich für die Drogenkultur und die persönliche Motivation interessieren. Es gilt als Klassiker und ist besonders für Fans von Aleister Crowley zu empfehlen.
Nachteile:Zahlreiche Beschwerden beziehen sich auf ein schlechtes Lektorat mit vielen Tipp- und Rechtschreibfehlern und Formatierungsproblemen in bestimmten Versionen. Einige Leser stießen auch auf unvollständige oder ungeordnete Ausgaben, was zu Frustration und einem verminderten Leseerlebnis führte.
(basierend auf 70 Leserbewertungen)
Diary of a Drug Fiend
Nur wenige Bücher haben seit ihrer ursprünglichen Veröffentlichung im Jahr 1922 eine solche Kontroverse ausgelöst wie das "Tagebuch eines Drogensüchtigen". Während sich ein Großteil der Debatte auf den Autor des Romans, Aleister Crowley, konzentriert, hat die Geschichte selbst das Publikum seit fast einem Jahrhundert sowohl verzaubert als auch wütend gemacht.
Obwohl es sich um ein fiktives Werk handelt, hat Crowley seine eigenen Erfahrungen als schwerer Drogenkonsument in den Kontext der Handlung einfließen lassen. Peter Pendragon und Louise Laleham heiraten in einer drogeninduzierten Nacht der Leidenschaft, nachdem sie sich zum ersten Mal getroffen haben. Während ihrer Flitterwochen kommen sie mit Heroin in Berührung und können mit dem Drogenkonsum nicht mehr aufhören.
Sie landen im Gefängnis und werden schließlich nach England zurückgebracht. Während der restlichen Zeit ihrer "Flitterwochen" sind sowohl Peter als auch Louise nicht in der Lage, ihre Drogensucht aufzugeben.
In ihren eigenen Erzählabschnitten zeigen sie beide die verrückte Denkweise eines Süchtigen, was dem Text ein realistisches Gefühl verleiht. Anstatt jedoch ihre Sucht zu überwinden, führt Crowley seine Figuren in die Anfänge seiner eigenen Religion, Thelema, ein, die besagt, dass die Konsumenten ihre Drogensucht beherrschen und die Auswirkungen der Drogen auf sich selbst kontrollieren können.
Unabhängig davon, was man von Aleister Crowley und seinen Überzeugungen hält, ist "Tagebuch eines Drogensüchtigen" ein wahrhaft modernistisches und existenzielles Buch, das von seinen Lesern ein Verständnis für die Erfahrungen und Gefühle eines Drogensüchtigen verlangt. Diese Ausgabe ist auf hochwertigem säurefreiem Papier gedruckt.