Bewertung:

Das Buch von Hugo Slim, „Killing Civilians: Method, Madness, and Morality in War“ (Methode, Wahnsinn und Moral im Krieg) untersucht die komplexen Zusammenhänge im Zusammenhang mit zivilen Opfern im Krieg und stellt die traditionellen Definitionen und Wahrnehmungen dessen, was es bedeutet, ein Zivilist zu sein, in Frage. Das Buch ist gut recherchiert und regt zum Nachdenken an, indem es Einblicke in die moralischen Implikationen der zivilen Beteiligung an Konflikten und die verschwimmenden Grenzen zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten gewährt. Während viele Leser die Analyse als aufschlussreich und notwendig für das Verständnis zeitgenössischer Konflikte empfanden, kritisierten einige das Buch wegen vermeintlicher Voreingenommenheit und sich wiederholender Inhalte.
Vorteile:⬤ Äußerst informativ und zum Nachdenken anregend; bietet eine neue Perspektive auf zivile Opfer im Krieg.
⬤ Gut recherchiert mit Erkenntnissen aus der umfangreichen Erfahrung des Autors in diesem Bereich.
⬤ Vermenschlicht Zivilisten und kritisiert die Entmenschlichung, die in Konflikten oft vorkommt.
⬤ Klarer und zugänglicher Schreibstil, für Studenten und allgemeine Leser gleichermaßen geeignet.
⬤ Gleichgewicht zwischen akademischer Strenge und moralischer Sensibilität, wobei schwierige Themen sensibel erörtert werden.
⬤ Einige Leser waren der Meinung, das Buch sei voreingenommen, insbesondere bei Diskussionen über den israelisch-palästinensischen Konflikt.
⬤ Kritisiert wurden Wiederholungen und negative Ausstrahlung des Autors.
⬤ Einige empfanden das Buch aufgrund des Themas und der detaillierten Beschreibungen von Gewalt als emotional bedrückend.
⬤ In einigen Rezensionen wurde darauf hingewiesen, dass das Buch für diejenigen, die mit dem Thema nicht vertraut sind, zu komplex sein könnte.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Killing Civilians: Method, Madness, and Morality in War
In diesem Buch geht es darum, wie die Zivilbevölkerung im Krieg leidet und warum die Menschen beschließen, dass sie leiden sollte. Das meiste Leiden der Zivilbevölkerung im Krieg ist beabsichtigt und war es schon immer.
Massaker, Vergewaltigungen, Vertreibung, Hunger und Krankheiten sind in der Regel beabsichtigt. Sie sind Politik im Krieg. In Besprechungen oder am Mobiltelefon entscheiden politische und militärische Führer, dass Zivilisten geeignete oder unvermeidliche Ziele sind.
Der Grundsatz, dass unbewaffnete und unschuldige Menschen im Krieg geschützt werden sollten, ist eine alte, wertvolle, aber fragile Idee.
Heute ist der Grundsatz der zivilen Immunität im modernen Völkerrecht verankert und wird von vielen hochgehalten. Doch in der Praxis lehnen die Führer der meisten Kriege diesen Grundsatz ab.
Anhand detaillierter historischer und aktueller Beispiele untersucht Killing Civilians die vielfältigen Formen, in denen Zivilisten in Kriegen leiden, und analysiert die wichtigsten zivilisationsfeindlichen Ideologien, die auf diesem Leiden bestehen. Es zeigt auch die sehr reale Zweideutigkeit vieler ziviler Identitäten auf, die zur Rechtfertigung extremer Feindseligkeit benutzt werden. Aber es ist vor allem auch ein Buch darüber, warum Zivilisten geschützt werden sollten.
Auf allen Seiten plädiert Killing Civilians für eine Moral der begrenzten Kriegsführung, in der Toleranz, Barmherzigkeit und Zurückhaltung eingesetzt werden, um der Gewalt Grenzen zu ziehen. Im Mittelpunkt des Buches stehen wichtige neue Rahmenbedingungen für das Verständnis von Mustern zivilen Leids, Ideologien der Gewalt und Strategien zur Förderung des Schutzes von Zivilisten. Dies ist seit vielen Jahren die erste umfassende Abhandlung über die schwierigen Fragen der zivilen Identität und des Schutzes im Krieg.
Geschrieben von einem der führenden Denker der humanitären Welt und ehemaligen Entwicklungshelfer, bietet es einen einzigartigen und zugänglichen Text zu diesem Thema für Fachleute und die Öffentlichkeit gleichermaßen.