Bewertung:

Die Rezensionen zu „From Ritual to Romance“ von Jessie Weston zeigen ein gemischtes Bild des Buches. Während viele Leser Westons Werk als grundlegenden Text für das Verständnis des Fischerkönig-Mythos und seiner Verbindungen zu verschiedenen kulturellen und mythologischen Elementen anerkennen, weisen mehrere Kritiken auf Probleme mit der akademischen Strenge, veraltete Theorien und die schlechte Formatierung in bestimmten Ausgaben hin.
Vorteile:⬤ Bietet eine umfassende Einführung in den Mythos des Fischerkönigs und seine kulturelle Bedeutung.
⬤ Bietet eine umfassende Untersuchung der Gralsliteratur und ihrer Verbindungen zu archäologischen und religiösen Themen.
⬤ Anerkannt als einflussreich für spätere literarische Werke, insbesondere T.S. Eliots 'The Waste Land'.
⬤ Einige Leser mögen Westons Schreibstil und finden ihn intellektuell anregend.
⬤ In einigen Ausgaben fehlen Fußnoten und Übersetzungen nicht-englischer Zitate, was es manchen Lesern schwer macht, sich voll auf den Text einzulassen.
⬤ Gilt als sehr akademisch und ist für Gelegenheitsleser nicht leicht zugänglich.
⬤ Kritik an veralteten Theorien, die auf Sir James Frazers umstrittenen Ideen beruhen, die von der modernen Wissenschaft als widerlegt angesehen werden.
⬤ Zahlreiche Rezensionen erwähnen die schlechte Formatierung, das Kleingedruckte und das Fehlen grundlegender wissenschaftlicher Funktionen wie Indizes und Bibliografien.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
From Ritual to Romance
Das Buch von Jessie Weston, das von T. S.
Eliot als entscheidend für das Verständnis von "The Waste Land" anerkannt wurde, hat weiterhin Leser angezogen, die sich für alte Religion, Mythen und insbesondere die Artussage interessieren. Weston untersucht die Gralssage, die in vielen Versionen damit beginnt, dass der verwundete König eines ausgehungerten Landes eine Prozession von Gegenständen sieht, darunter eine blutende Lanze und einen juwelenbesetzten Kelch. Sie behauptet, dass sich alle Versionen der einheitlichen Anwendung keltischer und christlicher Interpretationen widersetzen, und erforscht die gnostischen Wurzeln der Legende.
In Anlehnung an J. G.
Frazer, der antike Naturkulte untersuchte, die den körperlichen Zustand des Königs mit der Produktivität des Landes in Verbindung brachten, untersucht Weston, wie die Gralslegende mit Fruchtbarkeitsriten zusammenhing - wobei die Lanze und der Kelch als sexuelle Symbole dienten. Sie verfolgt die Ursprünge der Gralslegende bis zu einem gnostischen Text, der als Bindeglied zwischen den alten Vegetationskulten und den Kelten und Christen diente, die die Geschichte ausschmückten.
Indem sie die Gralssage als literarischen Auswuchs eines alten Rituals begreift, sucht sie nach einer gnostisch-christlichen Interpretation, die das Streben nach Fruchtbarkeit mit dem Streben nach mystischem Einssein mit Gott verbindet.