Bewertung:

Das Buch „The Savage System“ von David Chidester untersucht die Auswirkungen des Kolonialismus auf die vergleichende Religionswissenschaft im südlichen Afrika und untermauert Edward Saids These vom Orientalismus. Er argumentiert, dass die afrikanischen Religionen aus westlicher Sicht stets falsch dargestellt und durch eine eurozentrische Linse beschrieben wurden. Die Arbeit analysiert drei historische Perioden - Grenzland, Imperialismus und Apartheid - und kritisiert, wie jede Periode afrikanische spirituelle Praktiken abwertet.
Vorteile:Chidester unterstützt effektiv Edward Saids Argumente zum Orientalismus und liefert eine umfassende Kritik der eurozentrischen Sichtweise in der vergleichenden Religionswissenschaft. Die historische Analyse ist detailliert, und das Buch veranschaulicht erfolgreich, wie koloniale Narrative afrikanische Kulturen marginalisiert haben.
Nachteile:Das Buch stützt sich stark auf theoretische Grundlagen, was es für manche Leser schwer verständlich machen könnte. Darüber hinaus kann die kritische Perspektive in Bezug auf historische Darstellungen afrikanischer Religionen übermäßig negativ wirken, ohne dass eine leichtere oder ausgewogenere Sichtweise geboten wird.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Savage Systems: Colonialism and Comparative Religion in Southern Africa
Savage Systems untersucht die Entstehung der Konzepte von "Religion" und "Religionen" an den kolonialen Grenzen.
Das Buch bietet eine detaillierte Analyse der Art und Weise, wie europäische Reisende, Missionare, Siedler und Regierungsvertreter sowie indigene Afrikaner den Vergleich alternativer religiöser Lebensweisen als eine Dimension des interkulturellen Kontakts betrieben. David Chidester konzentriert sich vor allem auf die Grenzbeziehungen des 19.
Jahrhunderts und zeigt, dass die Bedingungen für den Vergleich - einschließlich des Diskurses über das "Anderssein" -, die in dieser Zeit festgelegt wurden, immer noch bestehen. Ein Band in der Reihe Studies in Religion and Culture.