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C. Vann Woodward: America's Historian
Mit einer epischen Karriere, die sich über zwei Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts erstreckte, war C. Vann Woodward (1908-1999) ein Historiker von einzigartiger Bedeutung.
Als brillanter Autor fesselte er mit seinen Arbeiten sowohl das akademische als auch das öffentliche Publikum. Er spielte auch eine wichtige Rolle in den großen intellektuellen Konflikten zwischen der Linken und der Rechten in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts, obwohl sein unerschütterliches Engagement für die Meinungsfreiheit und die Integration der Rassen, das seinen Liberalismus in den 1950er Jahren bekräftigte, einigen als Sinnbild für seinen wachsenden Konservatismus in den 1990er Jahren erschien.
Woodwards Vision prägt noch immer unser Verständnis des amerikanischen Südens und der Geschichte der Rassenbeziehungen in den Vereinigten Staaten. Wie diese neue und aufschlussreiche Biografie zeigt, verfügte er über ein seltenes Genie und eine Begeisterung dafür, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, die unmittelbar auf die Probleme der Gegenwart anwendbar schienen - eine Praxis, die mehr als einmal Zweifel an seiner Wissenschaftlichkeit aufkommen ließ.
James C. Cobb bietet viele originelle Einblicke in Woodwards frühe Jahre und sein Privatleben, seine lange Karriere und seine fast mythische öffentliche Persona.
In einer Zeit, in der das Studium und die Substanz der amerikanischen Geschichte zutiefst umstritten sind, ist Woodwards Karriere voll von Lektionen darüber, wie Mythen über die Vergangenheit, die teilweise von Historikern selbst geschaffen wurden, als historische Wahrheit festgeschrieben werden.