Bewertung:

Das Buch „The South since WWII“ von James C. Cobb stellt eine detaillierte Untersuchung der Geschichte des Südens nach dem Zweiten Weltkrieg dar und behandelt eine Reihe von Themen wie Politik, Wirtschaft und Kultur. Während viele Leser den aufschlussreichen Inhalt und die Gliederung des Buches loben, kritisieren andere den parteiischen Ton und die Tendenz des Autors, persönliche Meinungen in historische Erzählungen einfließen zu lassen, wodurch das Buch einseitig und bisweilen ermüdend wirkt.
Vorteile:⬤ Bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Südens nach dem Zweiten Weltkrieg und deckt Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und mehr ab.
⬤ Bietet wertvolle Einblicke und eine reichhaltige Sammlung von Informationen über die Entwicklung und Identität des Südens.
⬤ Generell gut gegliedert und chronologisch aufgebaut.
⬤ Die umfangreiche Verwendung von Primär- und Sekundärquellen erhöht die Glaubwürdigkeit.
⬤ Die liberale Voreingenommenheit des Autors führt zu einer einseitigen Darstellung der historischen Ereignisse.
⬤ Der Schreibstil wird oft als übertrieben und ermüdend empfunden, was den Genuss und die Lesbarkeit des Buches beeinträchtigt.
⬤ Einigen Kapiteln fehlt ein klarer Kontext für die präsentierten Daten, wodurch sie unorganisiert wirken.
⬤ Der Ton wird als übermäßig rechthaberisch beschrieben, mit einer Tendenz, die Konservativen des Südens zu verteufeln.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The South and America Since World War II
James C. Cobb legt mit diesem hervorragenden Band die erste wirklich umfassende Geschichte des Südens seit dem Zweiten Weltkrieg vor, die auf brillante Weise eine Ära dramatischer Veränderungen sowohl im Süden als auch in seinen Beziehungen zum Rest der Nation festhält.
Es ist eine Panoramaerzählung, die nahtlos von den Dixiecrats über die "Südstrategie" und die Vorherrschaft des Südens in der heutigen GOP bis hin zum nationalen Aufstieg der Südstaatenkultur und -musik, der Anziehungskraft des globalisierten Dixie für ausländische Fabriken und einer Flut von Einwanderern sowie der Rolle der Frauen und einer zunehmend sichtbaren homosexuellen Bevölkerung im heutigen Leben der Südstaaten reicht. Das Herzstück des Buches ist der Kampf um die Bürgerrechte. 1945 herrschte im Süden immer noch die Rassentrennung, doch Cobb zeigt, dass Pearl Harbor Kräfte freisetzte, die den endgültigen Untergang der Rassentrennung herbeiführen sollten. Das wachsende politische Gewicht der Schwarzen außerhalb des Südens und der Widerspruch, den rassistischen Totalitarismus im Ausland zu bekämpfen und ihn gleichzeitig im eigenen Land zu tolerieren, bereiteten die Bühne für heimkehrende schwarze Veteranen, die den Angriff der NAACP auf das Rassensystem des Südens nach dem Krieg anführten. Dieser Angriff löste nicht nur lautstarken weißen Widerstand aus, sondern auch zunehmende Gewalt, die 1955 in der Ermordung des jungen Emmett Till gipfelte. Die Schwarzen in Montgomery ließen sich jedoch nicht einschüchtern, sondern riefen den berühmten Busboykott ins Leben, der Rev. Martin Luther King in den Vordergrund rückte und den Weg für die dramatischen Proteste und Konfrontationen ebnete, die dem Süden schließlich tiefgreifende rassistische Veränderungen und eine Zwei-Parteien-Politik bescherten.
Wie schon in den preisgekrönten Büchern The Most Southern Place on Earth und Away Down South schreibt Cobb mit Witz und Anmut und beweist ein gründliches Verständnis für seine Heimatregion. Ausführlich recherchiert und voller origineller Einsichten, ist Der Süden und Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg in der Tat die endgültige Geschichte des Nachkriegssüdens und seiner sich wandelnden Rolle im nationalen Leben.