Bewertung:

Cranford von Elizabeth Gaskell ist eine Sammlung lose miteinander verbundener Geschichten, die in einem kleinen englischen Dorf in der Mitte des 19. Jahrhunderts spielen und sich auf das Leben von Witwen und Jungfern konzentrieren, die sich mit den Herausforderungen der vornehmeren Armut und der gesellschaftlichen Etikette auseinandersetzen. Der Roman zeichnet sich durch eine Mischung aus Humor und ergreifenden Momenten aus und bietet eine reichhaltige Darstellung des Lebens von Frauen in dieser Zeit.
Vorteile:Die Leserinnen und Leser schätzen die charmanten und humorvollen Charakterstudien, die authentischen Dialoge und die sanfte, aber aufschlussreiche Erkundung des Dorflebens. Das Buch wird oft für seine gut gezeichneten Charaktere gelobt, insbesondere für Miss Matty, und für die zusätzlichen historischen Anmerkungen und Einführungen, die das Verständnis verbessern. Viele finden es wunderschön aufgemacht, vor allem in hochwertigen Ausgaben mit ansprechendem Einband.
Nachteile:Einige Rezensenten kritisieren das Fehlen einer starken Erzählung und einer nicht vorhandenen Handlung und finden bestimmte Teile langweilig und veraltet. Es gibt Bedenken wegen der unterschiedlichen Qualität der verschiedenen Ausgaben, wobei einige schlecht veröffentlicht und schwer zu lesen sind. Außerdem empfehlen einige Leser Vorkenntnisse über das viktorianische Leben, um den Kontext voll genießen zu können.
(basierend auf 272 Leserbewertungen)
Cranford: By the Author of 'Mary Barton', 'Ruth', Etc.
In der leicht verarmten Stadt Cranford ist jeder darauf bedacht, die Angelegenheiten der anderen zu kennen.
In der Gemeinde gibt es fast keine Männer mehr, und an ihrer Stelle hat sich ein solides Matriarchat gebildet. Manieren müssen beachtet werden, Hausbesuche dürfen nicht länger als eine Viertelstunde dauern, und weder Geldangelegenheiten noch der Tod dürfen in der Öffentlichkeit besprochen werden.
Doch der Frieden wird oft gestört. Gerüchte über Einbrecher, literarische Meinungsverschiedenheiten und die Ankunft von Captain Brown und seinen taktlosen Töchtern sorgen für Aufregung, die von der warmherzigen Erzählerin Mary Smith aufgezeichnet wird. Als die Vergangenheit durch die brüchigen Klassenunterschiede und den umstrittenen Teeverkauf aufbricht, verschiebt sich die gewohnte Perspektive der Stadt auf kleine, aber spürbare Weise für immer.
Cranford ist das bekannteste Werk von Elizabeth Gaskell (1810 - 65), das zunächst 1851 in einer Zeitschriftenreihe und dann 1853 in Romanform veröffentlicht wurde. Die vorliegende Neuausgabe ist die zweite Auflage von 1853“.