Bewertung:

Warwick Andersons Buch bietet eine zugängliche Erkundung der australischen Geschichte, die sich auf die Mythologie und den soziopolitischen Kontext konzentriert und nicht nur auf geografische oder genetische Details, was die Leser, insbesondere Australier, zum Nachdenken anregt.
Vorteile:Zugänglicher Schreibstil, aufschlussreicher Kommentar, der die Sichtweise auf Politik und Ethnie hinterfragt und erweitert, geeignet für Leser mit unterschiedlichem Vorwissen über Australien.
Nachteile:Keine explizite Erwähnung in den Rezensionen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Cultivation of Whiteness: Science, Health, and Racial Destiny in Australia
Im Australien des neunzehnten Jahrhunderts waren es vor allem Ärzte, die sich zu Rassen und biologischen Unterschieden äußerten.
Doch die Ärzteschaft war ernsthaft besorgt über die Möglichkeit einer rassistischen Verunglimpfung der weißen Bevölkerung in dem neuen Land, und medizinische und soziale Wissenschaftler verstießen gegen ethische Grundsätze und Prinzipien, um ein homogeneres Australien zu erreichen. The Cultivation of Whiteness (Die Kultivierung des Weißseins) untersucht die Begriffe des Weißseins und des Rassismus und stellt einen völlig neuen Rahmen für die Diskussion über die Entwicklung von Medizin und Wissenschaft vor.
Warwick Anderson liefert den ersten vollständigen Bericht über die schockierenden Experimente, die in den 1920er und 30er Jahren an den Aborigines in den zentralen Wüsten durchgeführt wurden - das australische Pendant zum berüchtigten Tuskegee-Experiment. Diese bahnbrechende ideengeschichtliche Untersuchung ist durchweg verständlich und unterhaltsam und wird dazu beitragen, die Debatte über Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Staatsbürgerschaft und Umwelt überall neu zu gestalten.