Bewertung:

Dieses Buch erhält gemischte Kritiken, in denen die einzigartige Perspektive auf die Geschichte der Immunologie hervorgehoben wird, aber auch der Mangel an substanziellem Inhalt und ansprechender Schreibe. Während einige den philosophischen Ansatz und die Relevanz sowohl für Fachleute als auch für ein allgemeines Publikum schätzen, kritisieren andere das Buch als langweilig und unzureichend in seiner Behandlung immunologischer Konzepte.
Vorteile:⬤ Einzigartige historische Perspektive auf die Immunologie
⬤ schön geschrieben
⬤ spricht sowohl Experten als auch allgemeine Leser an
⬤ lobenswerter Beitrag zum Verständnis der Autoimmunität
⬤ nette Lektüre mit interessanten Themen.
⬤ Fehlende Substanz und Klarheit
⬤ Kaum Details zu immunologischen Konzepten
⬤ Langweiliger Text und übermäßiger philosophischer Inhalt
⬤ Enttäuschende Behandlung bedeutender wissenschaftlicher Persönlichkeiten
⬤ Keine geeignete Einführung in die Immunologie.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Intolerant Bodies: A Short History of Autoimmunity
Autoimmunkrankheiten, von denen 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung betroffen sind, sind in ihrem Verlauf ebenso unvorhersehbar wie in ihrer Ursache paradox. Sie verursachen anhaltendes Leiden, da sie einem langwierigen, oft lebenslangen Muster von Remission und Wiederauftreten folgen. Multiple Sklerose, Lupus, rheumatoide Arthritis und Typ-1-Diabetes - die Krankheiten, die in diesem Buch behandelt werden - sind nur einige der Erkrankungen, die entstehen können, wenn das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gerät.
Intolerant Bodies ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Ian Mackay, einem der herausragenden Begründer der klinischen Immunologie, und Warwick Anderson, einem führenden Historiker der biomedizinischen Wissenschaften des zwanzigsten Jahrhunderts. Jahrhunderts. Die Autoren schildern die sich verändernden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ursache der Autoimmunität und untersuchen die Bedeutung einer Krankheit, bei der sich der Körper gegen sich selbst wendet. Das Buch entfaltet sich wie eine Biografie eines relativ neuen Konzepts der Pathogenese, das erst in den 1950er Jahren akzeptiert wurde.
In ihrer Beschreibung des Ausbruchs, der Symptome und des Verlaufs von Autoimmunkrankheiten zitieren Anderson und Mackay aus den Schriften von Charles Dickens, Edgar Allan Poe, Joseph Heller, Flannery O'Connor und anderen berühmten Persönlichkeiten, die sich mit Autoimmunkrankheiten auseinandersetzten. Die Autoren bewerten auch die Arbeit der engagierten Forscher und Ärzte, die sich bemüht haben, die Geheimnisse der Autoimmunität zu verstehen. Intolerant Bodies verbindet Laborforschung, klinische Medizin, Sozialtheorie und Lebenserfahrung und zeigt, wie Ärzte und Patienten sich - oft widerwillig - mit diesem neuartigen und rätselhaften Mechanismus der Krankheitsverursachung arrangiert haben.