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Luso-Tropicalism and Its Discontents: The Making and Unmaking of Racial Exceptionalism
Die moderne Wahrnehmung von Rasse in weiten Teilen des Globalen Südens ist dem brasilianischen Sozialwissenschaftler Gilberto Freyre zu verdanken, der in Werken wie Die Herren und die Sklaven behauptete, dass der portugiesische Kolonialismus außergewöhnlich gutartige und tolerante Rassenbeziehungen hervorbrachte.
Dieser Band interpretiert Freyres luso-tropische Argumente radikal neu und setzt sich kritisch mit der historischen Komplexität von Rassenkonzepten und -praktiken in der portugiesischsprachigen Welt auseinander. Er umfasst sowohl Brasilien als auch portugiesischsprachige Gesellschaften in Afrika, Asien und sogar Portugal selbst.
Er bringt eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern miteinander ins Gespräch, um das konventionelle Verständnis der Rassifizierung des 20. Jahrhunderts in Frage zu stellen, und bietet neue Einblicke in so kontroverse Themen wie menschliche Plastizität, rassische Amalgamierung und die Tropen und Stellvertreter des Weißseins.