Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 4 Stimmen.
Generally Speaking: An Invitation to Concept-Driven Sociology
In dieser Einladung zu einer konzeptgesteuerten Soziologie, die sich über die herkömmliche Trennung zwischen Theorie und Methodologie (sowie zwischen quantitativer und qualitativer Forschung) hinwegsetzt, stellt Eviatar Zerubavel eine noch unartikulierte Simmelsche Methode des Theoretisierens vor, die speziell darauf ausgerichtet ist, grundlegende, oft verborgene soziale Muster aufzudecken.
Er besteht darauf, dass diese Methode tatsächlich gelehrt werden kann, und untersucht den theoretisch-methodischen Prozess (der sich um die epistemischen und analytischen Akte des Fokussierens, Verallgemeinerns, Prüfens und Analogisierens dreht), durch den konzeptorientierte Forscher allgemeine soziale Muster aus den kulturellen, historischen und domänenspezifischen Kontexten herausdestillieren können, in denen sie ihnen empirisch begegnen. Unter Vernachlässigung der konventionell festgestellten inhaltlichen Variabilität, um konventionell vernachlässigte formale Gemeinsamkeiten aufzudecken, stützt sich Generally Speaking auf kultur-, geschichts-, bereichs- und ebenenübergreifende Analogien in dem Bemühen, formale Parallelen zwischen verschiedenen Kontexten aufzudecken.
Unterschiedliche Kontexte. Durch die Verwendung zahlreicher Beispiele aus kulturell und historisch unterschiedlichen Kontexten und einem breiten Spektrum sozialer Bereiche, wobei auch der Maßstab außer Acht gelassen wird, führt Zerubavel eine ausgesprochen transkontextuelle generische Soziologie ein.