Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über das historische Eherecht und seine Bedeutung für Genealogen und liefert wertvolle Informationen über die Auflösung von Ehen, Rechte bei Trennung und komplexe Sachverhalte wie Bigamie. Es dient als nützliche Ressource für diejenigen, die Familiengeschichten nachverfolgen, obwohl es eher eine akademische als eine Gelegenheitslektüre ist.
Vorteile:Lesbar und informativ, nützlich für Familienhistoriker, deckt ein breites Spektrum an ehebezogenen Rechtsfragen ab, bietet historischen Kontext und Einblicke in die Familiendynamik, hilft bei der Klärung verwirrender Stammbücher.
Nachteile:Das Buch ist im Stil eines Lehrbuchs geschrieben, was vielleicht nicht für jeden leicht zu lesen ist.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Divorced, Bigamist, Bereaved? The Family Historian's Guide to Marital Breakdown, Separation, Widowhood, and Remarriage: from 1600 to the 1970s
Die meisten unserer Vorfahren waren nur einmal verheiratet und haben nach dem Tod eines Ehepartners nicht wieder geheiratet. Doch in jedem Familienstammbaum finden sich Personen, deren Leben nicht diesem Muster entsprach: Eine Minderheit der Hinterbliebenen entschied sich für einen zweiten oder sogar dritten Ehepartner, und da einige Ehen scheiterten und Scheidungen immer häufiger in Frage kamen, gab es immer Bigamisten und Geschiedene, die bereit waren, einen neuen Partner zu finden.
In diesem Nachfolgeband des Bestsellers Marriage Law for Genealogists (Eherecht für Genealogen) erklärt Rebecca Probert Scheidung, Bigamie, Trauerfälle und Wiederverheiratung von 1600 bis ins späte zwanzigste Jahrhundert. Wie lange hielten Ehen? War der Verlust eines Ehepartners im mittleren Lebensalter so häufig, wie wir vielleicht annehmen? Und welche Faktoren beeinflussten bei denjenigen, die ihren Ehepartner verloren, die Entscheidung, wieder zu heiraten oder ledig zu bleiben? Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass eine Ehe möglicherweise bigamös war oder dass eine Scheidung vertuscht worden war? Welcher Zusammenhang bestand zwischen Ehebruch, Bigamie und Zusammenleben in einer Zeit, in der außereheliche Beziehungen selten und inakzeptabel waren? Von den Beweiserfordernissen der Scheidungsgerichte bis hin zu den Aussagen verurteilter Bigamisten und von Männern, die die Schwester ihrer verstorbenen Frau heirateten, bis hin zu Paaren, die mehr als eine Hochzeitszeremonie gemeinsam durchführten, untersucht dieses Buch das Recht und die gesellschaftlichen Gepflogenheiten aus jedem Blickwinkel.
Rebecca Probert ist die führende Autorität für die Geschichte des Eherechts und der Ehepraxis in England und Wales. Sie hat einen Lehrstuhl für Familienrecht an der University of Warwick inne und tritt regelmäßig im Fernsehen und im Radio auf.