Bewertung:

Das Buch ist eine gut recherchierte und aufschlussreiche Erkundung der Geschichte und der komplexen Zusammenhänge an der Grenze zwischen den USA und Mexiko, die sich mit aktuellen Fragen zur Polizeiarbeit und zu Minderheitengruppen auseinandersetzt. Es wird für seine Klarheit und die Bedeutung seines Themas gelobt.
Vorteile:Gut recherchiert, aufschlussreich, bietet einen historischen Kontext für aktuelle Themen, klar und verständlich geschrieben, empfohlen für politische Entscheidungsträger, Historiker und Mitarbeiter der Strafjustiz.
Nachteile:Einige Leser könnten den spezifischen historischen Fokus weniger relevant finden, wenn sie nicht persönlich mit dem Thema verbunden sind.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Borders of Violence and Justice: Mexicans, Mexican Americans, and Law Enforcement in the Southwest, 1835-1935
Brian Behnken bietet eine umfassende Untersuchung der Interaktionen zwischen der mexikanischstämmigen Bevölkerung und den Strafverfolgungsbehörden - sowohl den gesetzlich kodifizierten Polizeibehörden als auch der extralegalen Justiz - im gesamten Südwesten der USA (insbesondere in Arizona, Kalifornien, New Mexico und Texas) von den 1830er bis zu den 1930er Jahren. Als Vertreter eines breit angelegten kolonialen Regimes überprüften und kontrollierten Polizeibehörden und extralegale Gruppen die mexikanischstämmige Bevölkerung, um die staatliche und rassische Macht in der Region aufrechtzuerhalten, und behandelten Mexikaner und mexikanische Amerikaner als eine fremde Bevölkerung, die sie als verdächtig und unerwünscht betrachteten.
Weiße Amerikaner rechtfertigten diese Wahrnehmung und die daraus resultierenden Gewalttaten mit rassistischen Annahmen über die Kriminalität der mexikanischstämmigen Bevölkerung, aber Behnken beschreibt detailliert die vielen Möglichkeiten, wie Mexikaner und mexikanische Amerikaner auf die Gewalt reagierten, einschließlich der Bildung von Selbstverteidigungsgruppen und Interessenvertretungsorganisationen. Andere wurden Polizeibeamte und schworen, die Menschen mexikanischer Abstammung aus den Reihen der Strafverfolgungsbehörden zu schützen.
Mexikanische Amerikaner drängten auch die Regierungen der Bundesstaaten und Territorien, die Strafverfolgung zu professionalisieren, um Missbrauch zu verhindern. Die lange Geschichte der Grenzregion zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko ist von regelmäßiger Gewalt geprägt, aber Behnken zeigt uns in schonungslosen Details, wie Mexikaner und mexikanische Amerikaner sich weigerten, angesichts der unerbittlichen Angriffe tatenlos zuzusehen.