Bewertung:

Das Buch bietet eine ausgefeilte Analyse der US-mexikanischen Grenzpolitik und stellt sie als ein Thema dar, das durch die öffentliche Wahrnehmung und das politische Theater seit den frühen 1990er Jahren geprägt ist. Während die Forschung und die Daten gelobt werden, empfinden einige Leser den Text als trocken und dicht, so dass sie ihn mehrmals hören müssen, um den Inhalt vollständig zu erfassen.
Vorteile:Aufschlussreiche und informative Analyse, aussagekräftige Daten und Forschungsergebnisse, die ein tiefes Verständnis der Grenzpolitik vermitteln und einen überzeugenden historischen Kontext darstellen.
Nachteile:Trockener und akademischer Schreibstil, dichte Präsentation, die ein wiederholtes Anhören erforderlich machen kann, einige Abschnitte fühlen sich weniger fokussiert an, und es hätten zusätzliche Themen zur Vertiefung behandelt werden können.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Border Games: The Politics of Policing the U.S.-Mexico Divide
In dieser dritten Ausgabe von Border Games zeichnet Peter Andreas die Entwicklung und den Wandel bei der Überwachung der Drogen- und Migrantenströme an der Grenze zwischen den USA und Mexiko nach. Er argumentiert, dass die jüngsten Razzien an der Grenze und die Kampagnen zum Bau einer Mauer nicht beispiellos sind.
Vielmehr sind sie das Ergebnis einer Eskalationsdynamik, die bereits im Gange war - nun aber auf einer weitaus größeren Bühne, mit höheren Einsätzen und in neuen sicherheitspolitischen Kontexten ausgetragen wird. Indem er sich auf die Macht symbolischer Politik und politischer Rückkopplungseffekte konzentriert, zeichnet Andreas die Logik hinter einer solchen Aufrüstung nach. Die Grenzpolizei ist ein attraktiver politischer Mechanismus, um die oft unbeabsichtigten Folgen früherer politischer Entscheidungen zu bewältigen, ein Bekenntnis zur territorialen Integrität zu signalisieren und ein Bild territorialer Autorität zu vermitteln.
Doch ihre negativen Folgen werden nicht nur häufig beschönigt, sondern auch zur weiteren Eskalation beigetragen. Mit neuen Kapiteln über die Grenzpolitik der Regierungen Obama, Trump und Biden hilft Border Games den Lesern zu verstehen, warum die am stärksten befahrene Grenze der Welt auch eine der am stärksten befestigten ist und warum sie eine so komplizierte und umstrittene Rolle sowohl in der Innenpolitik als auch in den Beziehungen zwischen den USA und Mexiko spielt.