Bewertung:

Das Buch von Peter Andreas untersucht den historischen Einfluss von Drogen auf die Kriegsführung und behandelt sechs spezifische Substanzen und ihre Rolle in verschiedenen Konflikten. Während einige Leser das Buch fesselnd und gut recherchiert fanden, kritisierten andere, dass es ihm an Tiefe und Originalität mangelt, und einige fanden es schlecht ausgeführt.
Vorteile:Fesselnde Erzählung, die das Interesse aufrecht erhält, gut recherchiert mit historischen Beispielen, reich illustriert mit relevanten Bildern und Fußnoten, als Pflichtlektüre zu diesem Thema.
Nachteile:Einige Abschnitte wiederholen sich und lassen Tiefe vermissen, die Berichterstattung wirkt oberflächlich, und es wird kritisiert, dass man sich eher auf Sekundärquellen als auf Primärquellen stützt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Killer High: A History of War in Six Drugs
Die Besorgnis darüber, wie Drogen Terroristen, Aufständische, Milizen und Banden stärken, wächst. Peter Andreas blickt jedoch nicht nur Jahre und Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte zurück und zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Drogen und Konflikten eigentlich eine alte Geschichte ist und dass die mächtigen Staaten die größten Nutznießer sind.
In seinem bahnbrechenden Killer High zeigt Andreas, wie sich sechs psychoaktive Drogen - von alt bis relativ neu, von mild bis potent, von legal bis illegal, von natürlich bis synthetisch - als besonders wichtige Kriegszutaten erwiesen haben. Diese umfassende Geschichte erzählt die Geschichte des Krieges von der Antike bis zur Neuzeit durch die Brille von Alkohol, Tabak, Koffein, Opium, Amphetaminen und Kokain. Bier und Wein überschwemmten die antiken und mittelalterlichen Schlachtfelder, und die Revolution des Schnapsbrennens begünstigte die Eroberung und ethnische Säuberung der Neuen Welt.
Der Tabak wurde durch das Soldatentum globalisiert, die Soldaten wurden süchtig nach dem Rauchen und die Regierungen süchtig nach der Besteuerung des Tabaks. Koffein und Opium trieben die imperiale Expansion und Kriegsführung an.
Die Kommerzialisierung von Amphetaminen im 20. Jahrhundert trieb die Soldaten dazu an, härter, länger und schneller zu kämpfen, während Kokain einen zunehmend militarisierten Drogenkrieg auslöste, dessen Opferzahlen die meisten Bürgerkriege übertrafen. Wie Andreas zeigt, wurden bewaffnete Konflikte durch die Einführung, Massenproduktion und weltweite Verbreitung von bewusstseinsverändernden Substanzen immer stärker unter Drogen gesetzt.
Folglich können wir die Geschichte des Krieges nicht verstehen, ohne die Drogen einzubeziehen, und wir können auch die Geschichte der Drogen nicht verstehen, ohne den Krieg einzubeziehen. Von antiken Gebräuen und Schlachten bis hin zu Meth und moderner Kriegsführung sind Drogen und Krieg zusammen aufgewachsen und voneinander abhängig geworden.