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Hard Questions: Facing the Problems of Life
In diesem Buch erörtert John Kekes die schwierigen Fragen, denen wir uns alle im Laufe unseres Lebens stellen müssen. Gibt es einen absoluten Wert, der über allen anderen Überlegungen steht? Müssen wir uns den herrschenden Konventionen anpassen? Sind wir das schuldig, was unser Land von uns verlangt? Muss Gerechtigkeit um jeden Preis hergestellt werden? Wie sollten wir auf das Böse reagieren? Sollten wir falsche Handlungen verzeihen? Macht Scham das Leben besser oder schlechter? Ist es immer gut, dem treu zu bleiben, was man ist? Rechtfertigen gute Absichten schlechte Handlungen? Sind moralische Werte die höchsten aller Werte? Es gibt vernünftige Antworten auf diese Fragen, aber wir stellen fest, dass sie oft im Widerspruch zueinander stehen. Ihre Konflikte zwingen uns dazu, die Folgen der Entscheidungen abzuwägen, die wir für uns selbst, für unsere Beziehungen und für unsere Haltung gegenüber der Gesellschaft, in der wir leben, treffen.
In diesem klar und verständlich geschriebenen Buch vergleicht und bewertet Kekes die Gründe, die für und gegen Antworten auf diese schwierigen Fragen von denjenigen angeführt wurden, die sich ihnen tatsächlich gestellt haben. Indem wir von den Erfolgen und Misserfolgen der Entscheidungen anderer lernen, können wir besser verstehen, wie wir auf die schwierigen Fragen reagieren sollten, vor denen wir selbst stehen. Wir können dann die Möglichkeiten, die sich uns bieten, und die Grenzen, denen wir unterliegen, vernünftiger einschätzen.
Dieser Ansatz ist eine Alternative sowohl zu den absolutistischen als auch zu den relativistischen Ansätzen, die versuchen, schwierige Fragen zu beantworten. Absolutisten haben jahrtausendelang vergeblich nach einer verbindlichen Antwort gesucht, die jeder aufgrund der Vernunft akzeptieren muss. Ihr Scheitern hat die Relativisten zu der Annahme veranlasst, dass es einen Punkt gibt, an dem uns die Gründe ausgehen und wir keine andere Wahl haben, als eine willkürliche Entscheidung zu treffen. Kekes bietet stattdessen eine Botschaft der Hoffnung, indem er zeigt, dass es vernünftige Antworten auf schwierige Fragen gibt, die weder absolut noch willkürlich sind.