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Starved for Science: How Biotechnology Is Being Kept Out of Africa
Hören Sie ein kurzes Interview mit Robert PaarlbergHost: Chris Gondek - Produzent: Heron & Crane.
In Afrika ins Landesinnere zu fahren, um kleine Farmen zu besuchen, ist angesichts der dramatischen Schönheit des weiten Himmels, der roten Erde und der trockenen Aussichten absolut berauschend, aber irgendwann wird die zweispurige Asphaltstraße zu einem zerfurchten Feldweg, und die Reise muss zu Fuß fortgesetzt werden. Die Bauern, die Sie schließlich treffen, sind meist Frauen, fleißig, aber sichtlich arm. Sie haben kein verbessertes Saatgut, keine chemischen Düngemittel, keine Bewässerung und verdienen mit ihren mageren Ernten weniger als einen Dollar pro Tag. Viele sind unterernährt.
Fast zwei Drittel der Afrikaner sind in der Landwirtschaft beschäftigt, doch pro Kopf der Bevölkerung produzieren sie etwa 20 Prozent weniger als noch 1970. Obwohl die moderne Agrarwissenschaft der Schlüssel zur Verringerung der ländlichen Armut in Asien war, wurde die moderne Agrarwissenschaft - einschließlich der Biotechnologie - in letzter Zeit von Afrika ferngehalten.
In Starved for Science erklärt Robert Paarlberg, warum armen afrikanischen Bauern der Zugang zu produktiven Technologien verwehrt wird, insbesondere zu gentechnisch verändertem Saatgut mit verbesserter Resistenz gegen Insekten und Dürre. Er führt dieses Hindernis auf den derzeitigen Widerstand gegen die Agrarwissenschaft in wohlhabenden Ländern zurück. Die wohlhabenden Länder, die sich die Agrarwissenschaft zu eigen gemacht haben, um selbst wohlhabend zu werden, raten den Afrikanern - mit höchst zweifelhaften Begründungen - davon ab, das Gleiche zu tun.
In einem Buch, das sicher eine intensive Debatte auslösen wird, beschreibt Paarlberg detailliert, wie diese kulturelle Abkehr von der Agrarwissenschaft in den wohlhabenden Gesellschaften nun in unangemessener Weise nach Afrika exportiert wird. Diejenigen, die gegen den Einsatz von Agrartechnologien sind, sagen den afrikanischen Bauern, dass es für sie genauso gut wäre, arm zu bleiben.