Bewertung:

Dieses Buch ist eine Zusammenstellung von Interviews mit Jean-Luc Godard, die tiefe Einblicke in seine Gedanken zum Kino, zur Kunst und zum Leben geben. Es ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für Godards Filme und Ideen interessieren, insbesondere für Studenten und Liebhaber.
Vorteile:Das Buch enthält aufschlussreiche Interviews, die Godards künstlerische Philosophie und seinen kreativen Prozess offenbaren. Es ist sehr empfehlenswert für Filmstudenten und Godard-Fans, da es ein tieferes Verständnis seines Werks in den verschiedenen Phasen seiner Karriere vermittelt.
Nachteile:Einige Rezensenten merkten an, dass der physische Zustand des Buches besser sein könnte, denn einer erwähnte, das Buch sei leicht beschädigt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Vor etwa dreißig Jahren sagte der Filmemacher Jean-Luc Godard dem Kritiker Gene Youngblood: "Ich versuche, die Welt zu verändern. Er hat seine Revolution in Werken wie dem explosiven Atemlos, dem wortgewaltigen Verachtung, dem umstrittenen Ave Maria und dem postmodernen Histoire(s) du cin ma vorangetrieben, indem er konventionelle Formeln mit kühnen, innovativen Ansätzen für jeden Aspekt des Kinos und des Videos auf den Kopf stellte - einschließlich der Filmkritik durch provokative Essays in den Cahiers du Cin ma und Interviews aus den frühen Jahren seiner Karriere.
Dieses Buch präsentiert eine vielfältige Auswahl seiner Gespräche mit Kritikern, Wissenschaftlern und Journalisten, die von den 1960er bis in die 1990er Jahre reichen und wichtige Facetten seines Lebens, seiner Arbeit und seiner Ideen beleuchten. Themen sind u. a.
die Verführungskraft des Kinos (Filme sind die einzigen Dinge, mit denen man in das Innere der Menschen schauen kann, und deshalb sind die Menschen so vernarrt in Filme und werden nie sterben); Film als Mischung aus Wahrheit und Schönheit (Ich mische Bilder und Töne wie ein Wissenschaftler, hoffe ich. Das Geheimnis des Wissenschaftlichen ist dasselbe wie das Geheimnis des Künstlers.
Genauso wie das Elend); und die persönlichen Realitäten des Alterns (Vielleicht liegt es daran, dass man sich, wenn man alt wird, in gewisser Weise jünger und jünger fühlt, aber immer noch alt ist - junges Alter, wenn ich das sagen darf, was sehr... tröstlich ist). Diese Interviews sind ebenso herausfordernd und aufrüttelnd wie schrullig und unvorhersehbar und werfen ein Licht auf Godards lebenslange Position als stolzer, nicht klassifizierbarer Denker, der, wie er 1980 sagte, das Gefühl hat, dass eine Sprache offensichtlich dafür gemacht ist, Grenzen zu überschreiten.
Ich bin jemand, dessen wahres Land die Sprache ist, und dessen Territorium das Kino ist. David Sterritt ist außerordentlicher Professor für Film an der Long Island University und Filmkritiker von The Christian Science Monitor.