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Robert Altman ist einer der originellsten, unberechenbarsten und am heftigsten diskutierten amerikanischen Filmemacher der letzten dreißig Jahre. Zu seinen Filmen gehören Publikumserfolge (M. A. S. H., Nashville), Kritikererfolge (Thieves Like Us, The Long Goodbye, Short Cuts) und regelrechte Katastrophen (Beyond Therapy). Trotz Triumph und Trübsal hat Altman nie den experimentellen Geist verloren, der ihn zum Spielfilm brachte, nachdem er zwanzig Jahre lang sein Talent in Industriefilmen und TV-Episoden verfeinert hatte. Außerdem hat er sich seine gesellige, oft geschwätzige Art bewahrt und lässt kaum eine Gelegenheit aus, mit den vielen Kritikern und Wissenschaftlern, die ihn im Laufe seiner Karriere mit Fragen gelöchert haben, über seine Arbeit, sein Leben und seine Ambitionen zu sprechen.
Die lebhaften Interviews in diesem Buch, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen, reichen von einem farbenfrohen Gespräch mit Altman, als er einen frühen Ausflug in das Western-Genre (McCabe und Mrs. Miller) vorbereitete, bis hin zu einem Gespräch Mitte der 1990er Jahre über die Herausforderungen bei der Verbindung von Jazz und Kino in Kansas City.
In den Interviews werden viele Aspekte von Altmans Arbeit beleuchtet, darunter seine epischen Kämpfe mit Hollywood-Studios und Produzenten, sein großes Engagement für unabhängige Produktionen, seine kreativen Ansichten zu Video und Leinwandadaptionen (eine wichtige Facette seiner Karriere) und sein Beharren darauf, dass er eher ein audiovisueller Künstler als ein Geschichtenerzähler ist. Altmans Gespräche werfen ein Licht auf seine eigenwillige Persönlichkeit, offenbaren seine Vorliebe für berauschende Erlebnisse auf und abseits der Leinwand und weisen auf Verbindungen zwischen seinem risikofreudigen Verhalten am Spieltisch und am Filmset hin. Diese Sammlung von Interviews ist ein persönliches Porträt eines echten amerikanischen Außenseiters, dessen unkonventionelle Karriere einen jahrzehntelangen Kampf gegen die Selbstgefälligkeit Hollywoods geführt hat und als Inspiration für neue Generationen unabhängiger Filmkünstler diente.