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Metamorphosis and Identity
Eine Untersuchung der Rolle von Metamorphose und Hybridität bei der Schaffung einer persönlichen Identität, mit besonderem Schwerpunkt auf dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert. Die vier Studien in diesem Buch befassen sich mit der westlichen Besessenheit von der Natur der persönlichen Identität.
Mit Schwerpunkt auf dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert, aber mit Blick auf die Antike und die Gegenwart, untersucht Caroline Walker Bynum die Themen Metamorphose und Hybridität in Gattungen, die von Poesie, Volksmärchen und Wundersammlungen bis hin zu scholastischer Theologie, religiösen Abhandlungen und Werken der Naturphilosophie reichen. Sie argumentiert, dass die Besessenheit von Grenzüberschreitung und Andersartigkeit ein Versuch war, die Gesetzmäßigkeiten der Natur abzugrenzen und ein starkes Gefühl der persönlichen Identität zu schaffen, das sogar über das Grab hinausreichte.
Sie untersucht historische Persönlichkeiten wie Marie de France, Gerald von Wales, Bernard Clairvaux, Thomas von Aquin und Dante sowie moderne Fabulierer wie Angela Carter als Beispiele für Lösungen der immerwährenden Frage, wie das Individuum sich verändern und gleichzeitig konstant bleiben kann. Indem er sich mit der für Historiker grundlegenden Frage nach dem Wandel auseinandersetzt, erkundet Bynum auch das Wesen der Geschichtsschreibung selbst.