Bewertung:

Die Rezensionen zu „Oliver Twist“ heben seinen Status als klassisches Werk von Charles Dickens hervor, das für seine fesselnde Erzählweise, die lebendigen Charaktere und den bedeutenden sozialen Kommentar zur Notlage der Armen im viktorianischen England geschätzt wird. Während viele Leser den Roman informativ und unterhaltsam finden, kritisieren einige sein Tempo, seine Länge und seine gelegentliche Vorhersehbarkeit.
Vorteile:⬤ Schöne Illustrationen bereichern das Leseerlebnis.
⬤ Die Geschichte ist fesselnd und vermittelt ein lebendiges Bild der viktorianischen Gesellschaft.
⬤ Starke Charakterisierung und emotionale Tiefe.
⬤ Reichhaltige Sprache, die Leser anspricht, die gute Texte zu schätzen wissen.
⬤ Enthält wichtige soziale Kommentare, die für zeitgenössische Themen relevant sind.
⬤ Einige Leser finden das Tempo langsam und das Buch manchmal langweilig.
⬤ Olivers Charakter kann als zu gut oder zu simpel empfunden werden.
⬤ Manchmal fühlt sich die Geschichte losgelöst von Oliver an, da viele Ereignisse eher mit ihm als durch seine Handlungen geschehen.
⬤ In einigen Ausgaben sind einige Tippfehler zu finden.
⬤ Die Sprache und der kulturelle Kontext können für moderne Leser eine Herausforderung sein.
(basierend auf 2025 Leserbewertungen)
Oliver Twist by Charles Dickens
Oliver Twist, or The Parish Boy's Progress war nach The Pickwick Papers der zweite Roman von Charles Dickens, der zwischen 1837 und 1839 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift Bentley's Miscellany veröffentlicht wurde. Er schildert die Missgeschicke der gleichnamigen Figur, Oliver Twist, der in einem Arbeitshaus der viktorianischen Ära geboren wird, da seine Mutter wenige Minuten nach seiner Geburt stirbt.
Er wächst in miserablen Verhältnissen auf, ist halb verhungert und wird dann als Lehrling zu einem Leichenbestatter geschickt. Auf der Flucht vor dieser Situation geht er nach London und gerät unter den Einfluss einer Verbrecherbande, die von einem alten Mann namens Fagin geleitet wird, der das Kind als Taschendieb anstellen will. Der Roman schildert auf anschauliche Weise die erbärmlichen Lebensbedingungen vieler armer Menschen in der viktorianischen Zeit und die ekelerregenden Slums, in denen sie zu leben gezwungen waren.
Der Figur des Fagin, der in den ersten Kapiteln des Buches fast immer als "der Jude" bezeichnet wird, wurde vorgeworfen, antisemitische Stereotypen zu bedienen. Interessanterweise wurde Dickens noch während der Laufzeit der Serie in der Zeitschrift davon überzeugt, dass er sich in dieser Hinsicht geirrt hatte, und entfernte in späteren Episoden viele dieser Bezeichnungen.
Außerdem führte er in späteren Romanen wie Unser gegenseitiger Freund freundlichere jüdische Charaktere ein. Oliver Twist war als Fortsetzungsroman mit seiner oft fesselnden Geschichte und seinen reißerischen Details sofort beliebt.
Es ist einer der beliebtesten Romane Dickens geblieben, und die Geschichte wurde oft verfilmt und in Fernsehserien sowie in dem sehr beliebten Musical Oliver umgesetzt.