Bewertung:

Diese Sammlung von Kurzgeschichten von Jack London zeigt sein außergewöhnliches Erzähltalent. Die Geschichten handeln oft vom Überleben und von der menschlichen Natur in rauen Umgebungen. Einige Geschichten sind herausragende Klassiker, andere sind weniger eindrucksvoll. Insgesamt gilt die Sammlung als fesselnd und unterhaltsam, auch wenn sie nicht allen Lesern gleichermaßen zusagt.
Vorteile:Die Geschichten sind gut geschrieben und fesselnd und zeichnen sich durch einzigartige Charaktere und Schauplätze aus. Bemerkenswerte Geschichten wie Lost Face„ und To Build a Fire“ werden wegen ihrer starken Erzählungen und überraschenden Enden hervorgehoben. Viele Leser schätzen Londons Fähigkeit, die menschliche Natur einzufangen und sie in die Schauplätze seiner Geschichten zu versetzen.
Nachteile:Einige Geschichten werden als weniger fesselnd als andere angesehen, was zu gemischten Kritiken über die Gesamtqualität der Sammlung führt. Einige Leser fanden den Schreibstil schwer nachvollziehbar oder nicht nach ihrem Geschmack, was darauf hindeutet, dass das Buch nicht jeden anspricht, insbesondere diejenigen, die andere Genres bevorzugen.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
Lost Face
Das war das Ende. Subienkow hatte einen langen Weg der Bitterkeit und des Grauens zurückgelegt, der wie eine Taube die Hauptstädte Europas ansteuerte, und hier, weiter weg als je zuvor, im russischen Amerika, endete der Weg.
Er saß im Schnee, die Arme auf dem Rücken gefesselt, und wartete auf die Folter. Er starrte neugierig auf einen riesigen Kosaken, der auf dem Bauch im Schnee lag und vor Schmerzen stöhnte. Die Männer waren mit der Behandlung des Riesen fertig und übergaben ihn den Frauen.
Dass sie die Grausamkeit der Männer noch übertrafen, bezeugten die Schreie des Mannes.
Subienkow sah zu und erschauderte. Er hatte keine Angst vor dem Tod.
Er hatte sein Leben zu lange in den Händen gehalten, auf dem beschwerlichen Weg von Warschau nach Nulato, um vor dem bloßen Sterben zu erschaudern. Aber er lehnte die Folter ab. Sie beleidigte seine Seele.
Und diese Beleidigung wiederum lag nicht an den bloßen Schmerzen, die er ertragen musste, sondern an dem traurigen Anblick, den die Schmerzen aus ihm machen würden. Er wusste, dass er beten, betteln und flehen würde, so wie Großer Iwan und die anderen, die vor ihm gegangen waren. Das würde nicht schön werden.