Bewertung:

Das Buch von Edward Shorter ist eine historische Untersuchung psychiatrischer Konzepte mit dem Ziel, historisch gültige Krankheitsklassifikationen innerhalb der psychischen Gesundheit zu identifizieren. Er kritisiert moderne diagnostische Rahmenwerke wie das DSM und argumentiert für die Bedeutung historischer Perspektiven für das Verständnis psychischer Erkrankungen. Während der Autor eine aufschlussreiche Analyse liefert, vermissen einige Leser eine Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Theorien der Neurowissenschaften und anderer relevanter Bereiche.
Vorteile:⬤ Bietet eine aufschlussreiche historische Perspektive auf die Entwicklung der Konzepte psychischer Erkrankungen.
⬤ geht auf die Debatten rund um die moderne psychiatrische Diagnose und die Auswirkungen des historischen Wissens auf die psychiatrische Praxis ein.
⬤ Hebt die Bedeutung der Untersuchung der historischen Gültigkeit für das Verständnis psychiatrischer Behandlungen hervor.
⬤ Einige Leser argumentieren, dass Shorters Verständnis der aktuellen Neuro- und Sozialwissenschaften veraltet ist.
⬤ Das Buch wird dafür kritisiert, dass es die Bedeutung von psychotherapeutischen Ansätzen und der Psychoanalyse vernachlässigt.
⬤ Es gibt Bedenken wegen der Voreingenommenheit zugunsten älterer biologischer psychiatrischer Modelle und der mangelnden Berücksichtigung des dimensionalen Charakters psychiatrischer Störungen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
What Psychiatry Left Out of the DSM-5: Historical Mental Disorders Today
Ausgewählte Leseempfehlung
What Psychiatry Left Out of the DSM-5: Historical Mental Disorders Today befasst sich mit den Diagnosen, die das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) nicht aufgenommen hat, sowie mit Diagnosen, die nicht hätten aufgenommen werden dürfen, aber doch aufgenommen wurden. Die Psychiatrie als Fachgebiet ist über zwei Jahrhunderte alt und hat in dieser Zeit viel Wissen über psychische Erkrankungen gesammelt.
Heute wird ein Großteil dieses Wissens ignoriert, und wir haben Diagnosen wie „Schizophrenie“ und „bipolare Störung“, die nicht mit den in der Natur vorkommenden Krankheiten übereinstimmen; wir haben auch Krankheitsbezeichnungen weggelassen, die historisch gesehen möglicherweise real sind. Edward Shorter schlägt eine historisch begründete Alternative zum DSM vor.