Bewertung:

Das Buch bietet wertvolle Einblicke in die emotionalen Herausforderungen, mit denen Betreuer von psychisch kranken Familienmitgliedern konfrontiert sind. Es bietet Berichte aus dem wirklichen Leben, die betonen, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen und sich selbst zu schützen, während man sich durch die Komplexität der psychischen Krankheit bewegt. Trotz einiger Kritikpunkte an den sich wiederholenden Themen und den scheinbar pessimistischen Ansichten der Autorin über Depressionen, finden viele Leser das Buch nachvollziehbar, informativ und unterstützend.
Vorteile:⬤ Bietet tiefe Einblicke in die Erfahrungen von Betreuern psychisch Kranker.
⬤ Bietet Beruhigung und Verständnis für diejenigen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.
⬤ Hebt hervor, wie wichtig es ist, Grenzen für die psychische Gesundheit zu setzen.
⬤ Enthält Zeugnisse aus dem wirklichen Leben, die für Authentizität sorgen.
⬤ Kombiniert lehrreiche Inhalte mit praktischen Ratschlägen und emotionaler Unterstützung.
⬤ Häufige Schriftwechsel können ablenken.
⬤ Einige Leser waren der Meinung, dass es an neuen Erkenntnissen mangelt und sich eher wie eine Dissertation liest.
⬤ Kritik an einigen Aussagen, dass nicht alle Depressionen heilbar sind.
⬤ Einige finden, dass es sich wiederholt und dass es an Bewältigungsstrategien mangelt.
⬤ Einige Themen lassen die Leser überfordert oder pessimistisch zurück, ohne praktische Lösungen zu bieten.
(basierend auf 21 Leserbewertungen)
The Burden of Sympathy: How Families Cope with Mental Illness
Wo liegen die Grenzen des Mitgefühls, wenn es um die Probleme eines anderen Menschen geht? Wo ziehen wir die Grenze zwischen der Fürsorge für einen geliebten Menschen und der emotionalen Verschlingung durch die Verpflichtung, dies zu tun? Ganz einfach: Was sind wir einander schuldig? In dieser anschaulichen und nachdenklichen Studie schildert David Karp die Erfahrungen von Familienmitgliedern psychisch Kranker und wie sie die Grenzen des Mitgefühls ziehen, um zu vermeiden, dass sie von dem täglichen Leiden eines geliebten Menschen verschlungen werden.
Auf der Grundlage von sechzig ausführlichen Interviews deckt die Autorin auffallende Ähnlichkeiten in den Erfahrungen der Pflegenden auf: die Gefühle von Scham, Angst, Schuld und Ohnmacht angesichts einer gesellschaftlich stigmatisierten Krankheit; die Frustration, sich in dem komplexen Netz der Bürokratie zurechtzufinden, das das psychische Gesundheitssystem regelt; und vor allem die Schwierigkeit, ein angemessenes Maß an Engagement für den psychisch kranken Angehörigen auszuhandeln und gleichzeitig genügend Abstand für die eigene Gesundheit zu wahren. In seinen Erzählungen geht Karp einfühlsam der übergreifenden Frage nach, wie Menschen ein Gleichgewicht zwischen Vernunft und Gefühl, zwischen Kopf und Herz finden, wenn sie sich um eine katastrophal kranke Person kümmern. The Burden of Sympathy schließt mit einem kritischen Blick auf die Frage, was es bedeutet, ein moralischer und fürsorglicher Mensch zur Jahrhundertwende in Amerika zu sein, als mächtige kulturelle Botschaften zwei widersprüchliche Imperative verkünden: persönliche Erfüllung um jeden Preis und Sorge für die Familie um jeden.
Kosten.
Ein einfühlsamer, fürsorglicher Blick auf psychische Krankheiten und auf das Gesamtbild der zeitgenössischen Werte. The Burden of Sympathy ist eine Pflichtlektüre für Pfleger aller Art und für jeden, der ein breiteres Verständnis der menschlichen Verantwortung in der postmodernen Welt sucht.