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Being Urban: A Sociology of City Life
Die symbolische Interaktion gehört zu den zentralsten theoretischen Paradigmen der Soziologie und ist die Theorie, die sich am gründlichsten damit beschäftigt, wie Individuen ihrer Welt einen Sinn geben - in diesem Fall, wie Stadtbewohner ihre täglichen Erfahrungen als Städter interpretieren und darauf reagieren. Diese gründlich aktualisierte Ausgabe von Being Urban: A Sociology of City Life bleibt diesem besonderen theoretischen Blickwinkel treu - dem symbolisch-interaktionistischen Ansatz - und konzentriert sich auf spezifische Themen, die in anderen stadtsoziologischen Texten relativ vernachlässigt werden und die sich für die Art von sozialpsychologischen Analysen eignen, die den unverwechselbaren konzeptionellen Kern der Bemühungen der Autoren ausmachen.
Nach den ersten beiden Kapiteln, die dem Leser die theoretischen Grundlagen der Stadtsoziologie vermitteln, werden in den nächsten vier Kapiteln die verschiedenen Arten und Weisen beschrieben, wie der Einzelne Schlüsselaspekte des städtischen Lebens erlebt und ihnen einen Sinn gibt. Der letzte Abschnitt, der ebenfalls aus vier Kapiteln besteht, befasst sich mit strategisch ausgewählten städtischen Institutionen und damit verbundenen Prozessen des sozialen Wandels.
Zu den behandelten Themen gehören Sport, öffentliches Alltagsleben, Toleranz gegenüber Vielfalt, Frauen in der Stadt, Stadtpolitik und Kunst. Der Leser erfährt, wie die Ordnung im öffentlichen städtischen Raum aufrechterhalten wird, er versteht, warum Städte von Natur aus eine Toleranz für Vielfalt hervorbringen, die in weniger städtischen Umgebungen nicht so leicht zu erreichen ist, und er erkennt die heiklen politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen Städten und ihrem Umland.