Bewertung:

Das Buch bietet wertvolle Einblicke in die Erfahrungen von Menschen, die Antidepressiva einnehmen, und in die breiteren soziologischen Implikationen der Medikamenteneinnahme. Es kombiniert persönliche Erzählungen und die Analyse des Autors, um die Ambivalenz im Zusammenhang mit der medikamentösen Behandlung psychischer Erkrankungen zu untersuchen. Während viele Leser das Buch als anregend und hilfreich für das Verständnis ihrer eigenen Erfahrungen empfanden, hatten einige das Gefühl, dass es ihnen an neuen Erkenntnissen mangelte und es ihnen schwerfiel, ihr Interesse aufrechtzuerhalten.
Vorteile:Die Leser schätzten die persönlichen Geschichten und Einblicke verschiedener Personen in ihre Erfahrungen mit Medikamenten. Die Autorin wird als sympathisch und verständnisvoll empfunden und bietet einen ganzheitlichen Blick auf die Auswirkungen von Medikamenten auf das Leben. Viele fanden das Buch hilfreich, um die Komplexität der Behandlung psychisch Kranker und die gesellschaftlichen Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, zu verstehen.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, das Buch enthalte zu viele Studien oder sei nicht fesselnd genug, so dass sie das Interesse verloren, bevor sie es beendet hatten. Einige Kritiker bemängelten, dass es dem Buch an Objektivität fehle, und befürchteten, dass es die Leser dazu ermutigen könnte, ihre Medikamente abzusetzen. Außerdem meinten einige, sie hätten nichts Neues gelernt.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Is It Me or My Meds?: Living with Antidepressants
Um die Jahrtausendwende gaben die Amerikaner jährlich mehr als 12 Milliarden Dollar für antidepressive Medikamente aus. Derzeit nehmen Millionen von Menschen in den USA routinemäßig diese Pillen ein. Sind das Wundermittel, die Depressionen schnell heilen? Oder ist ihre Beliebtheit ein Zeichen dafür, dass wir normale Lebensprobleme unangemessenerweise zu Krankheiten umdefinieren? Werden sie zu oft oder zu selten verschrieben? Wie wirken sie sich auf das Selbstbild aus?
David Karp nähert sich diesen Fragen von innen, denn er litt fast sein ganzes Erwachsenenleben lang an klinischen Depressionen. In diesem Buch erforscht er die Beziehung zwischen Pillen und Persönlichkeit, indem er eine Gruppe von Experten zu Wort kommen lässt, die nur selten die Gelegenheit haben, sich zu diesem Thema zu äußern - diejenigen, die die Medikamente einnehmen. Ihre Stimmen, die aus von Karp geführten Interviews stammen, färben die Seiten mit ihren Erfahrungen und Reaktionen - Humor, Dankbarkeit, Frustration, Hoffnung und Verwirrung. Hier schildern die Patienten selbst ihre Eindrücke von dem, was Medikamente mit ihnen und für sie tun. Sie reflektieren über schwierige Themen, wie z. B. den Prozess, sich auf Medikamente einzulassen, die Frage nach der persönlichen Authentizität und die Beziehungen zu Familie und Freunden.
Die Geschichten sind ehrlich und lebendig, von einem verzweifelten Teenager, der Antidepressiva meidet, während er regelmäßig Straßendrogen konsumiert, bis hin zu einer Frau, die sich immer noch nach einer spirituellen Lösung für ihre Depression sehnt, selbst nachdem sie ihren Vertrauten gesagt hat: "Ich nehme Prozac und es rettet mich. Das Buch liefert schonungslose Porträts von Menschen, die versuchen, einen Sinn in einem Prozess zu finden, der weitaus komplexer und mysteriöser ist, als Ärzte oder Pharmaunternehmen im Allgemeinen zugeben.