Bewertung:

Das Buch „Invention: The Care and Feeding of Ideas“ von Norbert Wiener erforscht die Geschichte und die sozialen Bedingungen, die Erfindungen umgeben, wird aber von den Lesern unterschiedlich bewertet. Während einige den intellektuellen Tiefgang und die aufschlussreichen Verbindungen zwischen Wissenschaft und Mathematik loben, kritisieren andere, dass es sich nicht auf praktische Anleitungen für Erfindungen konzentriert und an manchen Stellen zu technisch ist. Es gibt bemerkenswerte Hinweise auf den Einfluss des sozialen Klimas auf Erfindungen und den historischen Kontext wichtiger Erfindungen, auch wenn einige Inhalte veraltet und übermäßig komplex erscheinen.
Vorteile:Das Buch wird für seinen intellektuellen Tiefgang, den fesselnden Schreibstil und die Fähigkeit des Autors, verschiedene wissenschaftliche Konzepte miteinander zu verbinden, gelobt. Die Leser schätzen die historische Perspektive auf Erfindungen und die Betonung der sozialen und technischen Bedingungen, die den Prozess der Erfindung beeinflussen. Es bietet einzigartige Einblicke in die Rolle der Wissenschaft bei zukünftigen Fortschritten und in die Idee, dass ähnliche Erfindungen im Laufe der Geschichte immer wieder auftauchen.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass das Buch nicht als praktischer Leitfaden für Erfinder dient und sich mehr auf die Geschichte konzentriert als erwartet. Einige finden den Inhalt zu technisch, so dass es für Leser ohne einen starken wissenschaftlichen Hintergrund weniger zugänglich ist. Darüber hinaus wirken Teile des Buches veraltet, insbesondere im Zusammenhang mit aktuellen Themen, und nicht alle Kritiken empfehlen das Buch als Pflichtlektüre.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Invention: The Care and Feeding of Ideas
Norbert Wiener, der für seine brillanten Leistungen während seiner gesamten Laufbahn international geehrt wurde, Autor von Cybernetics, ExProdigy und des Essays God and Golem, Inc, das 1964 mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde, war kein gewöhnlicher Mathematiker. Mit seiner Fähigkeit, auf einer sehr tiefen Ebene zu verstehen, wie Dinge funktionieren oder funktionieren könnten, verknüpfte er seine eigene Mathematik mit der Technik und lieferte grundlegende Ideen für das Design aller möglichen Erfindungen, von Radar über Kommunikationsnetze und Computer bis hin zu künstlichen Gliedmaßen.
Wiener war stets besorgt über die ethischen Aspekte der Anwendung der von ihm und anderen Wissenschaftlern entwickelten Theorien. Jahre nach seinem Tod wurde das Manuskript für dieses Buch in seinen Unterlagen entdeckt. Die Welt der Wissenschaft hat sich seit den Tagen von Wiener stark verändert, und ein Großteil der Veränderungen ging in die Richtung, vor der er gewarnt hatte.
Dieses Buch, das nun zum ersten Mal veröffentlicht wird, kann als heilsames Korrektiv der Vergangenheit gelesen werden und bietet die Chance, die Komponenten eines Umfelds, das den Erfindergeist fördert, neu zu überdenken. Wiener bietet einen fesselnd geschriebenen Einblick in die Geschichte der Entdeckungen und Erfindungen und betont die historischen Umstände, die Innovationen begünstigen und ihre Anwendung ermöglichen. Seine Botschaft ist, dass wirklich originelle Ideen nicht am Fließband produziert werden können und dass ihre Folgen oft erst zu fernen Zeiten und an fernen Orten spürbar werden.
Erst wenn das intellektuelle und technologische Umfeld stimmt, kann die Idee gedeihen. Der beste Weg für die Gesellschaft besteht darin, die besten Köpfe zu ermutigen, sich mit den interessantesten Themen zu befassen, und sie für die Erkenntnisse zu belohnen, die sie hervorbringen. Wieners Bemerkungen über das Problem der Geheimhaltung und die Bedeutung des "freien" Wissenschaftlers sind heute besonders relevant.
Steve Heims gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte von Wieners literarischem Schaffen und seine Beiträge zum Bereich der Erfindungen und Entdeckungen. Darüber hinaus zeigt Heims auf, inwieweit Wieners Ideen auch heute noch auf die Dilemmata zutreffen, mit denen sich die Wissenschaft und die Ingenieurwissenschaften in den 1990er Jahren konfrontiert sehen.