Bewertung:

Paul Bloom vertritt in seinem Buch „Gegen Empathie“ einen kontroversen Standpunkt zur Rolle der Empathie bei moralischen und sozialen Entscheidungen und argumentiert, dass sie zu voreingenommenen und irrationalen Entscheidungen führen kann. Bloom unterscheidet zwischen „emotionaler Empathie“, bei der es darum geht, zu fühlen, was andere fühlen, und „kognitiver Empathie“ oder Mitgefühl, die er als einen rationaleren Ansatz für die Ethik befürwortet. Das Buch untersucht die Grenzen der Empathie und unterstreicht gleichzeitig die Bedeutung der Rationalität bei moralischen Urteilen und gesellschaftlichen Fragen.
Vorteile:Das Buch regt zum Nachdenken an und stellt die Konzepte der Empathie und des rationalen Mitgefühls wirkungsvoll gegenüber. Die Leser schätzen Blooms fesselnden Schreibstil, seine Klarheit bei der Darstellung komplexer Ideen und die Verwendung empirischer Forschungsergebnisse zur Untermauerung seiner Aussagen. Viele finden es eine fesselnde Lektüre, die konventionelle Ansichten über Empathie in Frage stellt.
Nachteile:Kritiker argumentieren, dass das Buch die Empathie zu sehr vereinfacht und ihre positiven Aspekte und potenziellen universellen Anwendungen vernachlässigt. Einige Leser sind der Meinung, dass sich Blooms Argumente wiederholen oder es ihnen an Tiefe mangelt und dass die von ihm vorgeschlagene Alternative des „rationalen Mitgefühls“ nicht ausreichend erforscht wird. Andere sind mit der Gliederung und dem Schreibstil unzufrieden und finden es schwer, dem Buch zu folgen.
(basierend auf 206 Leserbewertungen)
Against Empathy - The Case for Rational Compassion
Wir halten Empathie - die Fähigkeit, das Leid anderer mitzufühlen - für die ultimative Quelle allen guten Verhaltens.