Bewertung:

Das Buch „Against Empathy“ von Paul Bloom spricht sich dagegen aus, sich auf Empathie als moralischen Kompass zu verlassen, da sie zu schlechten Entscheidungen und Voreingenommenheit führen kann. Stattdessen plädiert Bloom für ein rationales Mitgefühl. In den Rezensionen wird hervorgehoben, dass das Buch zwar zum Nachdenken anregt und gut geschrieben ist, aber in Bezug auf seine Argumente und seinen Schreibstil auch einige Nachteile aufweist.
Vorteile:⬤ Es regt zum Nachdenken an und stellt gängige Überzeugungen über Empathie in Frage.
⬤ Bietet eine klare Unterscheidung zwischen kognitiver Empathie und emotionaler Empathie.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der komplexe Ideen zugänglich macht.
⬤ Unterstützt durch psychologische Forschung und Beispiele, die die wichtigsten Punkte illustrieren.
⬤ Plädiert für rationales Mitgefühl als wirksamere moralische Richtschnur.
⬤ Die Argumente mögen Leser, die Empathie schätzen, nicht vollständig überzeugen.
⬤ Manche finden den Schreibstil repetitiv und unorganisiert, was zu einer weniger fesselnden Erfahrung führt.
⬤ Kritiker sind der Meinung, dass das Buch nicht angemessen auf die Stärken der Empathie eingeht und Gefahr läuft, ihre Rolle bei moralischen Entscheidungen zu stark zu vereinfachen.
⬤ Dem Buch könnte es an Tiefe bei der Erforschung des rationalen Mitgefühls mangeln.
(basierend auf 206 Leserbewertungen)
Against Empathy: The Case for Rational Compassion
New York PostBestes Buch des Jahres 2016
Wir denken oft, dass unsere Fähigkeit, das Leiden anderer mitzuerleben, die ultimative Quelle des Guten ist. Viele unserer weisesten politischen Entscheidungsträger, Aktivisten, Wissenschaftler und Philosophen sind sich einig, dass das einzige Problem mit der Empathie darin besteht, dass wir nicht genug davon haben.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, argumentiert der Yale-Forscher Paul Bloom. In AGAINST EMPATHY entlarvt Bloom Empathie als eine der Hauptursachen für Ungleichheit und Unmoral in der Gesellschaft. Weit davon entfernt, uns zu helfen, das Leben anderer zu verbessern, ist Empathie eine launische und irrationale Emotion, die an unsere engen Vorurteile appelliert. Sie vernebelt unser Urteilsvermögen und führt ironischerweise oft zu Grausamkeit. Am besten geht es uns, wenn wir klug genug sind, uns nicht darauf zu verlassen, sondern stattdessen auf ein distanzierteres Mitgefühl zurückzugreifen.
Auf der Grundlage bahnbrechender wissenschaftlicher Erkenntnisse legt Bloom dar, dass einige der schlimmsten Entscheidungen, die von Einzelpersonen und Nationen getroffen werden - wem man Geld gibt, wann man in den Krieg zieht, wie man auf den Klimawandel reagiert und wen man ins Gefängnis steckt - allzu oft durch ehrliche, aber fehlgeleitete Gefühle motiviert sind. Mit Präzision und Witz zeigt er auf, wie Empathie unser Urteilsvermögen in jedem Aspekt unseres Lebens verzerrt, von der Philanthropie und der Wohltätigkeit bis hin zum Justizsystem.
Von medizinischer Versorgung und Bildung bis hin zu Elternschaft und Ehe. Ohne Empathie, so Bloom, wären unsere Entscheidungen klarer, gerechter und - ja - letztlich moralischer.
Brillant argumentiert, eindringlich und menschlich zeigt AGAINST EMPATHYuns, dass die Begrenzung unseres Impulses zur Empathie oft die mitfühlendste Entscheidung ist, die wir treffen können, sowohl bei wichtigen politischen Entscheidungen als auch bei den Entscheidungen, die wir in unserem täglichen Leben treffen.