Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche und gründliche Untersuchung darüber, wie Kinder die Bedeutungen von Wörtern lernen, gestützt auf eine umfassende Theorie und eine Synthese von Forschungsergebnissen. Es richtet sich sowohl an Akademiker als auch an Laien, die sich für den Spracherwerb und die kognitive Entwicklung interessieren, auch wenn es manchmal dicht und anspruchsvoll sein kann.
Vorteile:Informative und originelle Theorie zum Spracherwerb, gut recherchiert, zugänglicher Stil für ein breites Publikum, bietet wichtige Einblicke in kognitive Faktoren, großartiger Überblick für Anfänger und enthält alle relevante Literatur.
Nachteile:Einige Leser fanden es aufgrund seiner Dichte schwer zu lesen und zu verstehen, es könnte für diejenigen, die nicht an Linguistik interessiert sind, zu ausführlich sein, und bestimmte experimentelle Interpretationen sind für Leser ohne Hintergrundwissen in verwandten Bereichen möglicherweise nicht ganz klar.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
How Children Learn the Meanings of Words
Wie lernen Kinder, dass sich das Wort "Hund" nicht auf alle vierbeinigen Tiere und nicht nur auf Ralph, sondern auf alle Mitglieder einer bestimmten Art bezieht? Wie lernen sie die Bedeutung von Verben wie "denken", Adjektiven wie "gut" und Wörtern für abstrakte Einheiten wie "Hypothek" und "Geschichte"? Der Erwerb von Wortbedeutungen ist eine der grundlegenden Fragen in der Erforschung des Geistes.
Paul Bloom zufolge lernen Kinder Wörter durch hoch entwickelte kognitive Fähigkeiten, die auch für andere Zwecke zur Verfügung stehen. Dazu gehören die Fähigkeit, auf die Absichten anderer zu schließen, die Fähigkeit, sich Konzepte anzueignen, ein Verständnis für die syntaktische Struktur und bestimmte allgemeine Lern- und Gedächtnisfähigkeiten.
Obwohl andere Forscher das Erlernen von Wörtern mit einigen dieser Fähigkeiten in Verbindung gebracht haben, ist Bloom der erste, der zeigt, dass eine vollständige Erklärung alle diese Fähigkeiten voraussetzt. Der Erwerb selbst einfacher Substantive erfordert umfangreiche konzeptionelle, soziale und sprachliche Fähigkeiten, die auf komplexe Weise zusammenwirken. Dieses Buch erfordert keine Vorkenntnisse in Psychologie oder Linguistik und ist in einem klaren, ansprechenden Stil geschrieben.
Zu den Themen gehören die Auswirkungen der Sprache auf das räumliche Denken, der Ursprung essentialistischer Überzeugungen und das Verständnis junger Kinder für gegenständliche Kunst. Das Buch richtet sich sowohl an allgemeine Leser, die sich für Sprache und Kognition interessieren, als auch an Forscher auf diesem Gebiet.