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Stories
Mit zehn noch nie übersetzten Erzählungen aus den Jahren 1878 bis 1886 (die als Joaquim Machado de Assis' radikalste Experimentierphase gelten) reicht diese Auswahl an Kurzgeschichten des größten brasilianischen Autors von elegisch über philosophisch bis hin zu schelmisch ironisch. Mit dem klassischen Essay des Autors über die Weltliteratur, der zum ersten Mal in englischer Sprache erscheint, und mit Stücken aus seinem umfangreichen Werk, die aufgrund ihrer Verspieltheit, ihres Pathos und ihrer stilistischen Subversion ausgewählt wurden, ist diese Sammlung eine ideale Einführung in eines der größten Talente der Weltliteratur.
Ein Wunderkind, das einen festen Platz in der Weltliteratur verdient Susan Sontag.
Alles an Joaquim Maria Machado de Assis scheint doppelt zu sein. Es gibt ein Vorher und ein Nachher, ein häusliches und ein metaphysisches, ein hohes und ein niedriges, ein schwarzes und ein weißes, ein erotisches und ein strenges, ein kurzes und ein langes, ein gefangenes und ein freies, ein sanftes und ein grausames, ein gefühltes und ein reales. Die rund 200 Geschichten, die er schrieb, spinnen diese Gegensätze zu einer bemerkenswerten Vielfalt aus. Peter Robb, Times Literary Supplement.
In Machados Prosa findet sich eine Verspieltheit, die den Leser neckt, ein Humor, der sich über Ernsthaftigkeit und Ernsthaftigkeit lustig macht. Er durchbricht Überheblichkeit und macht sich über überkommene Vorstellungen lustig ( ) Die Bandbreite der Anspielungen in seinem Werk hätte selbst Nabokov verblüfft. Und wie bei Nabokov, ja wie bei jedem Kunstwerk, das uns das gibt, was Nabokov den Schauer zwischen den Schulterblättern nennt, hat das, was unsere staunende Bewunderung hervorruft, nichts mit dem Thema zu tun, sondern mit jenem abstrakten und schwer fassbaren Konzept, das sich in diesem rein ästhetischen Ding namens Stil manifestiert. Zulfikar Ghose, Kontext Nr. 12".