Bewertung:

Das Buch „Devotion“ von Howard Norman erforscht komplexe Beziehungen und Formen der Hingabe in einem skurrilen und lyrischen Stil. Während einige Leser die einzigartige Perspektive und die Entwicklung der Charaktere zu schätzen wissen, finden andere, dass es dem Buch an Tiefe und Kohärenz mangelt und die Charaktere und der Schreibstil enttäuschen.
Vorteile:Einzigartiger und lyrischer Schreibstil, interessante Erkundung verschiedener Formen der Hingabe, fesselnde Beziehungen, die die Macken des echten Lebens widerspiegeln, und gut gezeichnete Charaktere für Fans der Autorin.
Nachteile:Der schrullige und skurrile Stil mag nicht jeden ansprechen; einigen Charakteren fehlt es an Tiefe und sie werden als irritierend oder schlecht entwickelt dargestellt. Die Prosa wird kritisiert, weil sie sich gezwungen und hastig geschrieben anfühlt, und die gesamte Geschichte ist möglicherweise nicht für alle Leser fesselnd oder kohärent.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Devotion
Fans von Howard Norman, dem international gefeierten Autor von "The Hunting of L" und "The Bird Artist" und zweifachen Finalisten des National Book Award, werden in diesem Roman - einer intensiven und faszinierend unkonventionellen Liebesgeschichte - alle Kennzeichen dieses meisterhaften Schriftstellers finden: eine funkelnde und doch sparsame Sprache, ein absolut fesselnder Hauch von Geheimnis, der sich über unsere alltägliche Welt legt, und die Fähigkeit, den metaphorischen Herzschlag im Zentrum unseres Lebens einzufangen.
Wie viele der gefeierten Romane von Howard Norman beginnt auch Devotion mit der Ankündigung eines Verbrechens: Am 19. August 1985 kam es zwischen David Kozol und seinem Schwiegervater zu einem "Angriff durch gegenseitige Schlägerei". Norman begibt sich auf die Suche nach einem großen Geheimnis: warum scheinbar ruhige, beherrschte Menschen die Kontrolle verlieren. Die Geschichte von David und Maggie schien einfach zu sein: Sie lernten sich in einer Londoner Hotellobby kennen. Für David war es einfach Liebe auf den ersten Blick. Für Maggie war die Anziehungskraft ähnlich plötzlich und von nie dagewesener Intensität. Ihre Liebesbeziehung, "ein Fugue-Zustand amouröser Hingabe", entwickelte sich zu einer stürmischen Romanze und Ehe. Was also könnte David so wütend machen, dass er den Vater seiner neuen Braut angreift? Warum sollte William, ein sanftmütiger Mann, der sich um ein Anwesen - und dessen Schwanenschwarm - in Neuschottland kümmert, so wütend auf den Mann sein, der gerade sein geliebtes einziges Kind, Maggie, geheiratet hat? Und was bringt Maggie zu der Annahme, dass David ihr untreu war? In seinem unverkennbaren Stil - eindringlich und anschaulich - legt Norman die erfinderischen Dummheiten offen, zu denen Menschen fähig sind, wenn sie verletzt und verwirrt sind.
Im Kern ist Devotion eine elegant konstruierte, nie sentimentale Auseinandersetzung mit der Liebe: der romantischen Liebe (und ihrer Kehrseite, dem Hass), der zärtlichsten Vaterliebe und natürlich der Liebe zu den weiten Landschaften Nova Scotias.