Bewertung:

In Daniel D. Victors „Sherlock Holmes und der Baron von Brede Place“ werden die Abenteuer des klassischen Detektivs mit dem Leben des amerikanischen Schriftstellers Stephen Crane vor dem Hintergrund von Erpressung und literarischen Figuren des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der Roman wird für seine Tiefe, die Entwicklung der Charaktere und die fesselnde Erzählung gelobt, die ihn sowohl zu einem fesselnden Krimi als auch zu einer reichhaltigen Charakterstudie machen.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene, fesselnde Erzählung, die historische und literarische Elemente nahtlos miteinander verwebt
⬤ starke Charakterentwicklung, vor allem von Cora und Stephen Crane
⬤ wahrt die Authentizität des Holmes'schen Rahmens
⬤ gutes Tempo mit gut definierten Charakteren
⬤ integriert Poesie effektiv
⬤ bietet sowohl einen Krimi als auch emotionale Tiefe, ohne dass Vorkenntnisse des Quellenmaterials erforderlich sind.
⬤ Einige Leser könnten mit den Interpretationen der ursprünglichen Holmes-Geschichten nicht einverstanden sein
⬤ Elemente der Geschichte könnten Leser, die mit Stephen Crane oder dem literarischen Kontext nicht vertraut sind, nicht ansprechen
⬤ einige Leser empfanden bestimmte Interpretationen von Charakteren (wie Crane) als überraschend, wenn man ihr vorheriges Desinteresse an Cranes Werken berücksichtigt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Sherlock Holmes and The Baron of Brede Place
Man nannte sie "Lady Stewart", als sie mit einem britischen Aristokraten verheiratet war. Man nannte sie "Miss Cora", als sie in Florida ein Bordell betrieb.
Aber sie nannte sich "Mrs. Crane", als sie Sherlock Holmes bat, ihren Lebensgefährten, den Schriftsteller Stephen Crane, ausfindig zu machen, der während des Spanisch-Amerikanischen Krieges in Kuba verschollen war. Bei ihrem Versuch, die Bitte der Dame zu erfüllen, stoßen Holmes und Watson auf eine Welt prominenter Autoren, terroristischer Bombenanschläge und spukender Herrenhäuser.
Doch erst als Stephen Crane einem berüchtigten Erpresser zum Opfer fällt, sehen sich der Meisterdetektiv und sein Partner mit einem kaltblütigen Mord konfrontiert. Unter dem verdunkelten Himmel stand eine einsame Erscheinung hell erleuchtet auf dem düsteren Deck des Schiffes.
Zumindest schien es so. Stephen Crane war in einen langen weißen Regenmantel gehüllt - denselben glänzenden Staubwedel, den er im Angesicht der spanischen Schüsse auf den San Juan Heights getragen hatte - und sah um alles in der Welt wie der Geist aus, von dem so viele dachten, er sei bereits einer geworden.