
Der Name Vickers ist seit 1828 als Ingenieurbüro bekannt. Der Einstieg in die Luftfahrt war also nur eine von vielen Einnahmequellen, und das Unternehmen entwickelte sich zu einem der großen Akteure, bis es 1960 von BAC geschluckt wurde.
Vickers produzierte in 49 Jahren über 70 verschiedene Flugzeugtypen, eine Vielzahl von Untervarianten nicht mitgerechnet. Nicht alle waren erfolgreich, aber jedes einzelne trug, wenn auch nur in geringem Maße, zu einem weiteren Erfahrungsschatz bei, der entweder in das nächste Flugzeug einfloss oder für die Zukunft aufbewahrt wurde. Der äußerst erfolgreiche Vimy-Bomber ging aus den erfolglosen zweimotorigen Jagdflugzeugen E.
F.
B. 7 und 8 hervor; ihr Konstrukteur, Rex Pierson, war sich durchaus bewusst, dass die in diese beiden Flugzeuge gesteckten Anstrengungen in naher Zukunft für ein völlig anderes Projekt genutzt werden könnten.
Eine der Stärken von Vickers bestand darin, dass man sich genau ansah, was man zuvor gemacht hatte. Eine weitere Stärke war die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen. Ein gutes Beispiel dafür war nicht nur die Einstellung von Barnes Wallis, sondern auch das Vertrauen in seine Ideen, die zu jener Zeit ziemlich radikal erschienen sein müssen, insbesondere in seine Beharrlichkeit und seinen letztendlichen Erfolg bei der geodätischen Konstruktion.
Wallis hatte keinen Mangel an Kritikern, und viele "eingefleischte" Mitarbeiter von Vickers verließen das Unternehmen in den ersten Tagen wegen seiner Ideen. Die Geschichte hat uns jedoch gezeigt, dass er mit der Geodäsie Recht hatte, und wie Hawker mit seiner Hurricane und Supermarine mit seiner Spitfire weiß nur Gott, was die RAF zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ohne die Wellington getan hätte. Diese neue Buchausgabe von Aeroplane's Vickers Company Profile 1911-1977 zeugt von den Leistungen der Vickers-Flugzeuge und der Männer, die sie flogen, und wirft ein Licht auf den Flugzeughersteller, der sie entworfen und gebaut hat.