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Letters from Laura and Eveline: An Appendix to The Sins of the Cities of the Plain
In seiner Bibliography of Prohibited Books (1885) beschreibt Henry Ashbee, der bekannte viktorianische Sammler erotischer Literatur, Letters from Laura and Eveline wie folgt:
"Es liegt eine Kühnheit in der Idee, auf der die beiden in diesem Band enthaltenen Briefe beruhen, die trotz ihrer Ungeheuerlichkeit bei einer geschickteren und feineren Behandlung zu einer attraktiven Erzählung hätte führen können. Ebenso unmögliche und den Naturgesetzen zuwiderlaufende Vorstellungen haben lesenswerte Geschichten hervorgebracht. Laura und Eveline sind Hermaphroditen, die sich sowohl aktiv als auch passiv vergnügen können, und sie erzählen die Ereignisse ihrer Hochzeit, die gleichzeitig stattfindet .... ) Nach diesen ebenso ekelhaften wie absurden Details folgt die Beschreibung einer noch schmutzigeren und unmöglicheren Orgie, die von zahlreichen Damen und Herren in einem Londoner Club zu Ehren der besagten Hochzeiten aufgeführt wird. Das Werk, das aus der Feder seines Verlegers stammt, zeichnet sich vor allem durch seine grobe Obszönität sowohl in der Idee als auch in der Sprache aus und besitzt keinerlei literarischen Wert.".
Letters from Laura and Eveline wurde erstmals 1883 veröffentlicht und als "Anhang" zu dem bekannteren The Sins of the Cities of the Plain (1881) vermarktet. Inspiriert durch den realen Fall von Boulton und Park, zwei jungen Männern, deren Cross-Dressing 1871 in London zu einer Anklage wegen Sodomie führte, ist dieser Text ein faszinierendes Beispiel für die erotische Literatur, die im späten viktorianischen Zeitalter heimlich veröffentlicht wurde, wie Justin O'Hearn in seiner Einleitung zu dieser Ausgabe darlegt. Diese Ausgabe gibt das einzige bekannte Exemplar des Buches wieder, das Exemplar der Ausgabe von 1903, das sich im Besitz der British Library befindet, und enthält einen Anhang mit seltenem Kontextmaterial und Abbildungen.