Bewertung:

Die Rezensionen zu Chestertons Buch über den heiligen Franziskus heben dessen Tiefe als philosophische und kulturelle Erkundung hervor und nicht als detaillierte Biographie. Während viele den aufschlussreichen und wortgewandten Schreibstil loben, äußern mehrere Leser ihre Enttäuschung über den Mangel an chronologischen Details und biografischen Inhalten.
Vorteile:⬤ Aufschlussreiche und zum Nachdenken anregende Analyse des Lebens und der Rolle des Heiligen Franziskus in der Gesellschaft.
⬤ Chestertons Schreiben wird für seine Schönheit, seinen Witz und seine Tiefe gelobt.
⬤ Das Buch verbindet die Tugenden des heiligen Franziskus mit zeitgenössischen Themen und lädt die Leser zum kritischen Nachdenken ein.
⬤ Viele Leser fanden die Kulturkritik relevant und schätzten den Reichtum von Chestertons Perspektive.
⬤ Das Buch ist keine traditionelle Biographie, es fehlen detaillierte chronologische Darstellungen und eine gründliche Erforschung des Lebens des Heiligen Franziskus.
⬤ Mehrere Druckfehler beeinträchtigten das Leseerlebnis.
⬤ Einige empfanden die Prosa als altmodisch und übermäßig komplex, was die Lektüre schwierig machte.
⬤ Leser, die geradlinige biographische Erzählungen suchen, könnten die philosophischen Abschweifungen frustrierend finden.
(basierend auf 92 Leserbewertungen)
St. Francis of Assisi
Franz von Assisi ist nach Maria von Nazareth vielleicht der größte Heilige des christlichen Kalenders und einer der einflussreichsten Männer der gesamten Menschheitsgeschichte. Diese Biographie von G. K. Chesterton gilt als die beste Würdigung des Lebens von Franziskus - eine, die den Kern der Sache trifft.
Für Chesterton ist Francis eine große paradoxe Figur, ein Mann, der die Frauen liebte, sich aber zur Keuschheit verpflichtete.
Ein Künstler, der die Freuden der Natur liebte, wie nur wenige sie lieben, sich aber der strengsten Armut verschrieb und sich auf dem öffentlichen Platz nackt entkleidete, damit alle sehen konnten, dass er auf seine weltlichen Güter verzichtet hatte.
Ein Clown, der auf dem Kopf stand, um die Welt richtig zu sehen. Chesterton zeigt uns Francis in seiner Welt - der farbenfrohen Welt des Hochmittelalters, einer Welt mit mehr Prunk und Romantik als wir je zuvor oder danach gesehen haben. Hier ist der Franziskus, der versucht, die Kreuzzüge zu beenden, indem er mit den Sarazenen spricht, und der sich beim Kaiser für die Vögel einsetzt. Das ist der Franziskus, der eine Revolution in der Kunst anregte, die mit Giotto begann, und eine Revolution in der Poesie, die mit Dante begann. Hier ist der Franziskus, der mit heidnischer Hingabe betete und tanzte, der mit Tieren sprach, der die Krippe erfand.