Bewertung:

Die Rezensionen zu „Ein Mann für alle Zeiten“ von G.K. Chesterton zeichnen ein komplexes Bild des Buches, wobei die Stärken des Buches in der Vermittlung spiritueller Einsichten und der Betonung der Gedanken des heiligen Thomas von Aquin hervorgehoben werden, gleichzeitig aber auch erhebliche Kritik am Aufbau und der Zugänglichkeit für moderne Leser geäußert wird. Die Leser bewundern Chestertons Fähigkeit, tiefgründige Ideen zu vermitteln, und seine fesselnde Prosa, aber viele sind der Meinung, dass das Buch weder eine klare, sachliche Biografie noch eine solide Einführung in die Philosophie von Aquin bietet.
Vorteile:Chesterton wird für seine Klarheit und seinen Witz gelobt, da er neue Einblicke in den heiligen Thomas von Aquin bietet und komplexe Ideen auf fesselnde Weise präsentiert. Das Buch wird als spirituell aufschlussreich und inspirierend angesehen, da es die Demut und den Intellekt von Thomas von Aquin würdigt. Einige Rezensenten wiesen darauf hin, dass das Buch als Einstieg in ein tieferes Studium der thomistischen Philosophie dienen kann.
Nachteile:Das Buch wird kritisiert, weil es schlecht strukturiert und zu skizzenhaft ist und eine kohärente Erzählung oder eine tiefgehende Analyse der Schriften von Aquin vermissen lässt. Viele empfanden die Lektüre als schwierig, wenn nicht gar frustrierend, da die Komplexität der Sprache und der Ideen für diejenigen, die mit dem Thema nicht vertraut sind, abschreckend wirkt. Das Buch ist auch nicht als Einführungstext für diejenigen geeignet, die keinen Hintergrund in Philosophie oder Theologie haben.
(basierend auf 226 Leserbewertungen)
Saint Thomas Aquinas
Chestertons Biographie des heiligen Thomas von Aquin ist das Bild eines heiligen Genies - von einem literarischen Künstler, der selbst Anspruch auf intellektuellen Glanz und heroische Güte hatte. Sie wurde von Fachleuten gelobt, die Chestertons Verständnis des Denkens des heiligen Thomas zu schätzen wussten, sowie von gewöhnlichen Lesern, die sein Gespür dafür bewunderten, den Reichtum dieses Denkens auf so fesselnde Weise darzustellen.
Dennoch handelt es sich nicht um eine konventionelle Biographie, die mit Fakten und Zahlen gespickt ist. Es ist vielmehr ein Mittel, um das Leben des Heiligen Thomas und seine enorme Leistung bei der Durchdringung der Wahrheiten des christlichen Glaubens auf der Grundlage der Vernunft zu beleuchten.
Unser verwirrtes Zeitalter sehnt sich verzweifelt nach solch transzendentaler Weisheit. Es ruft nach hoher Vernunft inmitten von Irrationalität und Glaubensverlust, nach christlichem Realismus angesichts utopischer Erwartungen und nach christlicher Hoffnung als Antwort auf Untergangsprophezeiungen. Chestertons Biographie bleibt unübertroffen, was die Offenbarung des Geistes und des Herzens des Heiligen Thomas angeht. Sie bestätigt seine Einsicht, dass "jede Generation von dem Heiligen bekehrt wird, der ihr am meisten widerspricht.".
(Karl Schmude, Präsident der australischen Chesterton-Gesellschaft und Mitbegründer des Campion College Australia)