Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Darstellung der alliierten Bombenkampagnen während des Zweiten Weltkriegs, wobei der Schwerpunkt auf der Ölkampagne liegt, die eine entscheidende Rolle beim Sieg über Nazi-Deutschland spielte. Es stellt die Beiträge sowohl der USAAC als auch der RAF dar, unterstützt durch Statistiken, Kampfgrafiken und eine gründliche Darstellung der militärischen Strategien und politischen Diskussionen unter den alliierten Führern.
Vorteile:Gut recherchierter und detaillierter Bericht, umfangreiche statistische Analysen, aufschlussreiche Erörterung der militärischen Strategien, Einbeziehung von zeitgenössischen Fotos und Kampfgrafiken, ausgewogene Darstellung der Beiträge von USAAC und RAF, gut für Studenten der Luftkriegsführung des Zweiten Weltkriegs und wertvolle Einblicke in die Bedeutung der Ölkampagne.
Nachteile:Die Fotos werden als unzureichend und nicht repräsentativ für den Inhalt angesehen, da sie in erster Linie Archivbilder und keine einzigartigen Bilder der beschädigten Ölfabriken zeigen; einige Leser waren der Meinung, das Buch könnte umfassender sein.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
The Oil Campaign 1944-45: Draining the Wehrmacht's Lifeblood
Eine neue illustrierte Geschichte einer der wichtigsten Luftkampagnen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs - die amerikanischen Bemühungen, Deutschlands Ölproduktion lahmzulegen und seine Streitkräfte zum Stillstand zu bringen.
Da die sich zurückziehenden deutschen Streitkräfte ihre Ölfelder an der Ostfront verloren hatten, war Deutschland auf seine eigenen Anlagen angewiesen, insbesondere auf die Herstellung von synthetischem Öl aus Kohle. Diese befanden sich jedoch in Reichweite der immer mächtiger werdenden alliierten Luftstreitkräfte. Im Jahr 1944 plante der Chef der Strategischen Luftstreitkräfte der USA, General Carl Spaatz, eine neue Kampagne, die darauf abzielte, die deutsche Kriegsmaschinerie durch den Entzug von Treibstoff lahmzulegen.
Die Ölkampagne der USAAF nahm im Sommer 1944 an Fahrt auf und griff mit ihren schweren Bombern bei Tageslicht diese Raffinerien und Anlagen an. Entschlüsselte deutsche Nachrichten machten deutlich, dass die Ölkampagne gegen die Wehrmacht Wirkung zeigte. Die Treibstoffknappheit im Herbst 1944 zwang die Luftwaffe, die meisten ihrer Kampfverbände mit Ausnahme der an der Reichsverteidigung beteiligten Jäger am Boden zu lassen. Der Treibstoffmangel zwang auch die Kriegsmarine, die meisten ihrer Kriegsschiffe mit Ausnahme der U-Boote in den Häfen zu lassen, und behinderte die Feldzüge des deutschen Heeres wie die Ardennenoffensive im Dezember 1944/45 erheblich.
Dieses faszinierende Buch mit wichtigen Fotos und Illustrationen untersucht die Kontroversen und Debatten über den Schwerpunkt der US-Bombenkampagne im letzten Kriegsjahr und die Auswirkungen, die sie auf die Kriegsanstrengungen insgesamt hatte.