Bewertung:

Das Buch „Creating Mental Illness“ von Allan Horwitz stellt das medizinische Modell psychischer Erkrankungen kritisch dar und argumentiert, dass viele Menschen, die als psychisch krank eingestuft werden, in Wirklichkeit unter Stress in der Lebensführung und nicht unter echten psychischen Störungen leiden. Während einige Leser das Buch informativ und fesselnd finden, kritisieren andere, es sei zu repetitiv und zu langatmig. Insgesamt wird das Buch als wertvolle Ressource für das Verständnis der psychischen Gesundheit angesehen, auch wenn es vielleicht nicht alle anspricht.
Vorteile:Informativ und aufschlussreich mit einer überzeugenden Kritik am medizinischen Modell psychischer Erkrankungen. Gut geschrieben und gegliedert, so dass es sich für eine Reihe von Lesern eignet, von Fachleuten bis zu Studenten. Wird als Pflichtlektüre und Klassiker auf diesem Gebiet gepriesen.
Nachteile:Einige Leser finden es unnötig repetitiv und übermäßig lang, so dass es langweilig oder ermüdend zu lesen ist. In den Kritiken wird erwähnt, dass der Autor das Material in die Länge zieht und es nicht schafft, das Engagement aufrechtzuerhalten.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Creating Mental Illness
In diesem überraschenden Buch argumentiert Allan V. Horwitz, dass unsere gegenwärtigen Vorstellungen von Geisteskrankheit als Krankheit nur auf eine kleine Anzahl ernsthafter psychologischer Zustände passen und dass die meisten Zustände, die derzeit als Geisteskrankheit angesehen werden, kulturelle Konstruktionen, normale Reaktionen auf stressige soziale Umstände oder einfach Formen abweichenden Verhaltens sind.
"Denkanstoß und wichtig... Horwitz, der sich auf die Ideen einer Reihe von Autoren stützt und diese zusammenfasst, stellt die bestehende Verwendung des Begriffs Geisteskrankheit sowie die psychiatrischen Ideen und Praktiken, auf denen diese Verwendung beruht, in Frage.... Horwitz betritt dieses kontroverse Gebiet mit Zuversicht, Überzeugung und Klarheit" - Joan Busfield, American Journal of Sociology.
"Horwitz identifiziert richtig die finanziellen Anreize, die Therapeuten und Pharmafirmen dazu drängen, psychiatrische Diagnosekategorien zu vermehren. Er stellt richtig fest, dass die psychiatrische Diagnose die Forschungsfinanzierung im Bereich der psychischen Gesundheit im Würgegriff hat. Vor allem aber setzt er einen dringend benötigten Kontrapunkt zu den schärfsten Verfechtern der Psychiatrie nach dem Krankheitsmodell", so Mark Sullivan, Journal of the American Medical Association.
"Horwitz leistet mindestens zwei wichtige Beiträge zu unserem Verständnis von psychischen Störungen. Erstens stützt er sich eloquent auf Erkenntnisse der Biologie und der Sozialwissenschaften, um einen ausgewogenen, integrativen Ansatz für die Untersuchung psychischer Störungen zu entwickeln. Zweitens liefert er einen faszinierenden Überblick über die Geschichte der Erforschung und Behandlung psychischer Störungen... von der frühen Arbeit in den Irrenanstalten bis zum Aufstieg der modernen biologischen Psychiatrie"-Debra Umberson, Quarterly Review of Biology.