Bewertung:

Das Buch untersucht die Überschneidungen zwischen der biologischen Evolution des Menschen und der kulturellen Entwicklung und zeigt anhand von Beispielen, wo sie übereinstimmen oder in Konflikt stehen. Es deckt eine breite Palette von Themen ab, hat aber einige sich wiederholende und trockene Abschnitte. Es konzentriert sich in erster Linie auf die US-amerikanische/europäische Kultur und lässt breitere globale Zusammenhänge außer Acht.
Vorteile:⬤ Umfassende und gründliche Erforschung der Evolutionspsychologie
⬤ interessante Beispiele für das Zusammenspiel von Kultur und Biologie
⬤ empfehlenswert für Fans des Themas.
⬤ Sich wiederholend und manchmal etwas trocken
⬤ begrenzte kulturelle Perspektive, die sich hauptsächlich auf die US-amerikanische/europäische Kultur konzentriert
⬤ enthält Tippfehler.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
What's Normal?: Reconciling Biology and Culture
Seit dem Aufkommen der westlichen Philosophie und Wissenschaft bei den klassischen Griechen wird über die relative Bedeutung von Biologie und Kultur für das Verhalten eines Menschen debattiert. Heutzutage haben die jüngsten Fortschritte in der Genetik und der biologischen Wissenschaft die meisten Gelehrten dazu gebracht, die müde Debatte über Natur und Erziehung hinter sich zu lassen und die Art und Weise zu untersuchen, in der das natürliche und das soziale Zusammenspiel das menschliche Verhalten beeinflussen.
In What's Normal? bringt Allan Horwitz einen neuen Ansatz für diese neue Perspektive ein. Anstatt zu versuchen, diese Fragen allgemeingültig zu lösen, zeigt Horwitz, dass sowohl soziale als auch biologische Mechanismen in verschiedenen Situationen einen unterschiedlichen Grad an Einfluss haben. Anhand von Fallstudien menschlicher Universalien wie Inzestabneigung, Angst, Appetit, Trauer und Sex erörtert Horwitz zunächst die extremen Fälle, in denen die Biologie das Verhalten bestimmt, in denen die Kultur dominiert und in denen die Kultur die biologischen Grundinstinkte außer Kraft setzt. Anschließend geht er auf die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt ein. So führt beispielsweise der ursprüngliche Trieb, zu essen und Kalorien zu speichern, als die Nahrungsmittel knapp waren, zu ernsten Problemen in einer Gesellschaft, in der Nahrungsmittel im Überfluss vorhanden sind und Fettleibigkeit stigmatisiert wird.
Da es heute oft einfacher ist, unsere Biologie als unsere Kultur zu ändern, ist es wichtiger denn je, zu verstehen, welche Verhaltensweisen und Eigenschaften einfach normal oder abnormal sind und welche pathologisch sind oder eine Behandlung erfordern. Das umfassende und leicht zugängliche Buch What's Normal? bietet einen entscheidenden Leitfaden für die biologischen und sozialen Grundlagen des menschlichen Verhaltens, die im Mittelpunkt dieser Fragen stehen.