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Personality Disorders: A Short History of Narcissistic, Borderline, Antisocial, and Other Types
Die faszinierende und kontroverse Geschichte der Persönlichkeitsstörungen.
Das Konzept der Persönlichkeitsstörungen wurde im frühen zwanzigsten Jahrhundert bekannt und hat immer wieder Kontroversen unter Psychiatern, Psychologen und Sozialwissenschaftlern ausgelöst. In Personality Disorders (Persönlichkeitsstörungen) zeichnet Allan V. Horwitz die Entwicklung der Definition dieser Störungen und die historischen Dilemmata des Versuchs nach, sie in die traditionellen medizinischen Konzepte von Störungen einzupassen.
Anhand des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) untersucht Horwitz die Gruppe der Persönlichkeitsstörungen und geht der Frage nach, wann sie mit anderen Arten von psychischen Erkrankungen verbunden oder von ihnen getrennt wurden. Er untersucht auch, wie diese Störungen oft negative moralische und kulturelle Bewertungen nach sich gezogen haben, die sich mehr auf die wahrgenommene soziale Abweichung als auf die tatsächlichen medizinischen Bedingungen konzentrierten.
Bei der Bestimmung des Wesens dieser Störungen bestehen in verschiedenen Disziplinen tiefe Konflikte. Im zwanzigsten Jahrhundert kam es zu einer besonders scharfen Trennung zwischen den Forschern, die Persönlichkeitsstörungen untersuchen, und den Klinikern, die sie behandeln. Da Forscher danach streben, allgemeine Gesetzmäßigkeiten zu entwickeln, während Kliniker versuchen, die spezifischen Probleme von Einzelpersonen zu verstehen, stehen ihre Werte, Methoden und Ziele oft im Widerspruch zueinander. Auf der Grundlage einer Synthese historischer und aktueller Forschungsergebnisse untersucht Horwitz die Kontroversen über die Definitionen und Diagnosen von Persönlichkeitsstörungen und wie sich die Wahrnehmung dieser Krankheiten im Laufe der Zeit verändert hat.