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Between Sanity and Madness: Mental Illness from Ancient Greece to the Neuroscientific Era
Zwischen Vernunft und Wahnsinn: Mental Illness from Ancient Greece to the Neuroscientific Era untersucht mehrere immer wiederkehrende Fragen zu psychischen Erkrankungen: wie verschiedene Gesellschaften psychische Störungen von der Normalität unterschieden haben; ob psychische Erkrankungen organischen Erkrankungen ähneln oder sich von ihnen unterscheiden; und die Art und Weise, wie verschiedene Epochen die Ursachen psychischer Störungen auffassen. Das Buch beginnt mit den frühesten Darstellungen von Geisteskrankheiten in der antiken griechischen Literatur, Philosophie und Medizin und schließt mit den Darstellungen der modernen Neurowissenschaften.
Im Gegensatz zu den enormen Fortschritten, die andere Zweige der Medizin bei der Beantwortung von Fragen über das Wesen, die Ursachen und die Behandlung körperlicher Krankheiten machen, zeigt das gegenwärtige psychiatrische Wissen über die Eigenschaften des Wahnsinns, die ihn von der Vernunft unterscheiden, die Ähnlichkeit psychischer und körperlicher Pathologien und die Faktoren, die Menschen dazu bringen, psychisch krank zu werden, kein stetiges Wachstum und wohl auch keinen großen Fortschritt. Das ist immens.
Die jüngsten technologischen Fortschritte in der Hirnforschung haben noch nicht zu einer entsprechenden Verbesserung des Verständnisses und der Erklärungen für psychische Erkrankungen geführt. Diese rätselhaften Phänomene sind heute noch fast so rätselhaft wie vor Jahrtausenden.