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Ptsd: A Short History
Die posttraumatische Belastungsstörung - und ihre Vorgängerdiagnosen wie Soldatenherz, Eisenbahnwirbelsäule und Granatenschock - wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als psychiatrische Störung anerkannt. Die psychischen Auswirkungen von Zugunglücken, Kriegen und sexuellen Schocks bei Kindern zogen zunächst die Aufmerksamkeit der Psychiatrie auf sich. Später kehrten aus den Weltkriegen zahlreiche Soldaten mit Traumata vom Schlachtfeld zurück. Erst in den 1980er Jahren wurde die PTBS zu einer offiziellen Diagnose, unter anderem, um das intensive psychische Leiden von Vietnamkriegsveteranen und Frauen mit traumabedingten Persönlichkeitsstörungen anzuerkennen. Heute nimmt die PTBS nicht nur in den psychiatrischen Berufen, sondern auch in den wichtigsten sozialen Einrichtungen und in der Mainstream-Kultur einen dominanten Platz ein und ist damit die charakteristische psychische Störung des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts.
In PTSD zeichnet Allan V. Horwitz die Schwankungen bei den Definitionen von und Reaktionen auf traumatische psychische Zustände nach. Er argumentiert, dass PTBS, vielleicht mehr als jede andere diagnostische Kategorie, eine Linse ist, um die großen historischen Veränderungen in den Vorstellungen von psychischen Erkrankungen aufzuzeigen, und gibt einen Überblick über die Bedingungen, die am ehesten Traumata hervorrufen, die Ergebnisse dieser Traumata und wie die Ansprüche von Traumaopfern zu bewerten sind.
Es beleuchtet eine Reihe zentraler Fragen zu psychischen Störungen im Allgemeinen - einschließlich der relativen Bedeutung externer Stressoren und interner Anfälligkeiten bei der Verursachung psychischer Erkrankungen, des Nutzens und der Kosten von Bezeichnungen für psychische Erkrankungen und des Einflusses des Geschlechts auf die Ausprägung psychischer Störungen - PTSD ist eine kompakte und dennoch umfassende Übersicht. Das Buch wird ein breites Publikum ansprechen, darunter die gebildete Öffentlichkeit, Studenten der Psychologie und der Sozialwissenschaften sowie Traumaopfer, die sich für sozio-historische Ansätze zu ihrem Zustand interessieren.
Lob für Allan V. Horwitz' Angst: Eine kurze Geschichte
"Der endgültige Überblick über die Geschichte der Angst" - Bulletin of the History of Medicine
"Eine klare, gelehrte und zügige intellektuelle Geschichte, die von einem klaren und überzeugenden Hauptargument getragen wird."Sozialgeschichte der Medizin
"Eine aufschlussreiche Reise durch die Geschichte der Angst, in einem vernünftigen Tempo, mit einem außergewöhnlichen Gelehrten und Autor an der Spitze."-- Library Journal