
The Future of Resources in Africa: The Role of Extractives for Transformation Under the Carbon Transition
In diesem Buch wird untersucht, welche Rolle der Reichtum an natürlichen Ressourcen für die wirtschaftliche Transformation Afrikas spielt und welche Auswirkungen der kohlenstoffarme Übergang auf rohstoffreiche Volkswirtschaften hat. Ressourcenreichtum ist für die meisten afrikanischen Volkswirtschaften südlich der Sahara nach wie vor von zentraler Bedeutung, und im Boden schlummert ein erhebliches ungenutztes Potenzial.
Bodenschätze - wie Metalle, Mineralien, Öl und Gas - sind in den meisten Ländern der Region Afrika wichtige Quellen für Staatseinnahmen, Exporteinnahmen und Entwicklungspotenzial. Trotz großer Reserven war der Erfolg bei der Umwandlung von Bodenschätzen in überirdischen, nachhaltigen Wohlstand bisher begrenzt. Seit dem Rückgang der Rohstoffpreise im Jahr 2014 ist das ressourcenreiche Afrika langsamer gewachsen als die durchschnittliche Wachstumsrate der Region.
Für die wirtschaftliche Zukunft Afrikas wird es von zentraler Bedeutung sein, Wege zu finden, wie der Reichtum an natürlichen Ressourcen effektiver genutzt werden kann, um den wirtschaftlichen Wandel voranzutreiben. Während sich die Welt im Einklang mit den Verpflichtungen des Pariser Abkommens von fossilen Brennstoffen verabschiedet, stehen die rohstoffreichen Länder Afrikas vor neuen Risiken und Chancen.
Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass 80 Prozent der weltweit nachgewiesenen fossilen Brennstoffreserven unter der Erde bleiben müssen, um die Pariser Ziele zu erreichen, und ein großer Teil dieser gestrandeten Reserven könnte in Afrika liegen. Dieses Problem der "stranded assets" und damit zusammenhängend der "stranded nations" hat erhebliche Auswirkungen auf die vielen afrikanischen Volkswirtschaften, die von der Erdölförderung und -ausfuhr abhängig sind. Andererseits wird die Energiewende die Nachfrage nach Rohstoffen erhöhen, die für saubere Energietechnologien benötigt werden.
Der Übergang von fossilen Brennstoffen zu sauberer Energie könnte bis 2050 eine Nachfrage nach 3 Milliarden Tonnen Mineralien und Metallen erzeugen, die für die Nutzung von Solar-, Wind- und geothermischer Energie benötigt werden. Wie können die afrikanischen Volkswirtschaften diese Chancen nutzen und gleichzeitig die Risiken für ihren Reichtum an fossilen Brennstoffen beherrschen? Afrikas Ressourcenzukunft erforscht diese Themen und bietet politischen Entscheidungsträgern Einblicke, die ihnen helfen, die kommenden Jahre der Unsicherheit zu meistern.