
Mit diesen fünfzehn Erzählungen erfand James Joyce die Kunst der Fiktion neu, indem er mit einem skrupulösen, nüchternen Realismus Wahrheiten vermittelte, die zugleich blasphemisch und sakral waren.
Ob er nun über den Tod eines gefallenen Priesters („Die Schwestern“), die kleinlichen sexuellen und steuerlichen Machenschaften in „Zwei Gallier“ oder über die Weihnachtsfeier schreibt, auf der ein entwurzelter Intellektueller entdeckt, wie wenig er wirklich über seine Frau weiß („Die Toten“), Joyce bringt die Erzählung an Orte, an denen sie noch nie zuvor gewesen ist.